Israels Entschlossenheit im Fokus: Netanjahu und die humanitäre Krise im Gazastreifen
Benjamin Netanjahu, Israels Premierminister, zeigt sich trotz eindringlicher Warnungen internationaler Organisationen unerschütterlich in seinen militärischen Zielen. Ein jüngst veröffentlichter Bericht der renommierten IPC-Initiative über die ernste Hungersnotlage in der Region um Gaza, stößt bei der israelischen Regierung auf vehemente Ablehnung. Die Einschätzung der Initiative, die von einer kritischen Unterversorgung von 132.000 Kleinkindern spricht, wird als "Fehlinformation" abgetan.
Die israelische Armee plant unterdessen umfassende militärische Aktionen zur Einnahme der Stadt Gaza, während etwa eine Million Einwohner in den Süden des Territoriums umgesiedelt werden sollen. Netanjahu betont die Dringlichkeit, die Hamas zu besiegen und gleichzeitig die Befreiung der Geiseln zu sichern. Die israelische Regierung wirft der Hamas vor, die humanitäre Krise bewusst zu instrumentalisieren.
Trotz internationaler Appelle, einschließlich der Kritik von UN-Generalsekretär António Guterres, verhält sich Israel widerstrebend gegenüber den Vorwürfen der Missachtung humanitärer Verpflichtungen. Der Vorwurf, Israel verfolge eine Strategie des Aushungerns, wird energisch zurückgewiesen. Netanjahu macht deutlich, dass die israelischen Geiseln die einzigen seien, die absichtlich Hunger erleiden müssten.
Während die Weltgemeinschaft besorgt ist, bleibt der Ausgang der Verhandlungen über eine mögliche Waffenruhe ungewiss. Israel besteht auf der Entwaffnung der Hamas und einer vollständigen Kontrolle über den Gazastreifen, bevor es zu Zugeständnissen bereit ist. Derzeit laufen Bemühungen zur Wiederbelebung nicht-öffentlicher Verhandlungen, angeführt von den USA, Katar und Ägypten, um eine Lösung in dem festgefahrenen Konflikt zu finden.

