Preissteigerungen belasten Mehrheit der deutschen Bevölkerung
Eine neue Umfrage, die von der Verbraucherzentrale Bundesverband bei Forsa in Auftrag gegeben wurde, offenbart die wachsenden Sorgen der deutschen Bevölkerung bezüglich der Lebenshaltungskosten. Mehr als die Hälfte der Befragten (58 Prozent) äußert Besorgnis über die finanziellen Auswirkungen, insbesondere im Hinblick auf Lebensmittelpreise. Ein erheblicher Anteil von 42 Prozent zeigt sich jedoch unbesorgter und lässt die finanziellen Entwicklungen erstaunlich gelassen auf sich zukommen.
Dabei sind es vor allem Lebensmittel, deren Preiszuwächse von 68 Prozent der Befragten als besonders gravierend empfunden werden. Energiepreise sind für 16 Prozent der Menschen ebenfalls ein stark belastender Kostenfaktor, während elf Prozent die gestiegenen Gesundheitskosten am stärksten spüren. Mobilität, etwa in Form von Fahrpreisen oder Benzinkosten, wird von vier Prozent als der Bereich mit den markantesten Preissteigerungen genannt. Ein verschwindend geringer Teil der Befragten enthält sich bei der Bewertung oder bleibt unentschlossen.
Ramona Pop, Vorständin der Verbraucherzentrale, verweist auf die politische Brisanz der Lebenshaltungskosten. Sie plädiert für Transparenzmaßnahmen im Handel, um Preiserhöhungen in Form von schrumpfenden Mogelpackungen oder reduzierter Qualität offenzulegen. Eine verpflichtende Kennzeichnung könnte helfen, diese versteckten Preisanhebungen sichtbar zu machen und so den Verbrauchern mehr Klarheit zu bieten.

