Israel billigt Plan zur Einnahme von Gaza – Verhandlungen mit der Hamas laufen
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat einem Plan zur Einnahme der Stadt Gaza durch die Armee zugestimmt, wie Berichte vermelden. Dieser Plan beinhaltet die Einberufung von rund 60.000 Reservisten. Die Genehmigung steht im Kontext der jüngsten Entwicklung, bei der die Hamas positiv auf einen Waffenruhe-Vorschlag reagiert haben soll. Eine formelle Antwort Israels auf diesen Vorschlag wird bis zum Ende der Woche erwartet. Es wird spekuliert, dass dieser militärische Plan ein Manöver ist, um die Hamas zu Verhandlungen zu bewegen.
Israel bleibt in seiner Forderung, dass alle 50 von der Hamas festgehaltenen Geiseln freigelassen werden müssen, wie von einem hochrangigen Regierungsvertreter betont wird. Die zentralen Voraussetzungen Israels für ein Kriegsende beinhalten weiterhin die Entwaffnung und Entmilitarisierung der Hamas sowie eine alternative Zivilverwaltung im Gazastreifen.
Nach Angaben von Militärchef Ejal Zamir birgt der Plan zur Einnahme Gazas große Risiken sowohl für die Soldaten als auch für die Geiseln. Dennoch wird die Umsetzung aufgrund der politischen Vorgaben weiter vorangetrieben. Hilfsorganisationen berichten, dass die Offensive die schon jetzt katastrophale humanitäre Situation weiter verschlimmern könnte. Die Satellitenbilder zeigen, dass 70 bis 90 Prozent der Gebäude beschädigt oder zerstört sind.
Parallel dazu berät ein israelischer Planungsausschuss über umstrittene Bauprojekte im Westjordanland, die das Gebiet weiter fragmentieren könnten. Diese Entwicklungen treffen auf zunehmende internationale Kritik, insbesondere nach dem Kriegsausbruch, der durch ein Massaker am 7. Oktober 2023 ausgelöst wurde. Berichten zufolge wurde kürzlich ein Hamas-Kämpfer von der israelischen Armee getötet, welcher an der Entführung von Jarden Bibas beteiligt gewesen sein soll.
Die Hamas steht unter erheblichem Druck, den neuen Waffenruhe-Vorschlag anzunehmen, insbesondere durch die vermittelnde Rolle Ägyptens und Katars. Der Vorschlag umfasst eine Feuerpause von 60 Tagen im Austausch für die Freilassung einiger Geiseln. Experten sehen nun Israel in der Verantwortung, auf den Vorschlag zu reagieren.

