Irans Internetblockade erstickt Kommunikation und befeuert Fake News
Bereits seit einer Woche bleibt das Internet im Iran aufgrund landesweiter Massenproteste unzugänglich. Der auf Netzsperren spezialisierte Dienst Netblocks meldet, dass die Blockade inzwischen über 156 Stunden andauert. Diese Abschottung verstärkt aufmerksamkeitsökonomisch betrachtet die Präsenz regimefreundlicher Accounts und die Verbreitung von KI-generierten Fälschungen. Der iranische Sicherheitsapparat hat die vollständige Abriegelung des Internets für die Allgemeinheit durchgesetzt, während Sicherheitskräfte und ausgewählte Staatsmedien von dieser Maßnahme ausgenommen sind. Dennoch gelingt es einigen Bürgern Berichten zufolge, den digitalen Blackout durch die Nutzung von Starlink-Satelliteninternet zu umgehen, sofern sie die erforderlichen Terminals auf illegalem Wege beschaffen konnten. Beobachtern zufolge verfolgt die Führung in Teheran mit dieser Isolation zwei zentrale Ziele: Die Organisierbarkeit der Proteste soll erschwert und die Weitergabe von Fotos, Videos sowie Berichten über die Unruhen und die staatlichen Repressionen nach außen unterbunden werden.

