Intransparente Drogenbekämpfung: US-Militär verschärft Vorgehen gegen mutmaßliche Schmuggler
Das US-Militär hat erneut Boote, die mutmaßlich mit Drogen beladen waren, vor der Küste Südamerikas angegriffen und dabei fünf Menschen getötet. Laut dem Regionalkommando Southcom befanden sich die zwei Boote auf einer typischen Schmuggelroute. Allerdings wurden keine Details über die genaue Lokalisierung der Angriffe bekanntgegeben, sei es in der Karibik oder im östlichen Pazifik.
Am Mittwoch wurden drei Personen, die als „Drogenterroristen“ bezeichnet werden, im Zuge des ersten Angriffs getötet. Ein zweiter Angriff forderte zwei weitere Opfer. Den Berichten zufolge waren die Boote im Besitz einer von den USA als Terrororganisation eingestuften Gruppe.
Kurz zuvor hatte das US-Militär bereits drei weitere Boote ins Visier genommen, wobei bei diesen Angriffen ebenfalls Todesopfer zu beklagen waren. Die Insassen der beiden Boote, die nicht zerstört wurden, sprangen ins Wasser, woraufhin die verbleibenden Schiffe von den US-Streitkräften versenkt wurden. Die Küstenwache der Vereinigten Staaten leitet Suchmaßnahmen nach möglichen Überlebenden.
Bemerkenswerterweise verzichtete das US-Militär diesmal darauf, den genauen Ort der Operationen preiszugeben. Dies steht im Gegensatz zu bisherigen Praktiken, bei denen wenigstens angegeben wurde, ob Angriffe im Pazifik oder in der Karibik stattfanden. Seit September erfolgen diese militärischen Maßnahmen regelmäßig aufgrund angeblicher Geheimdienstinformationen, haben jedoch in der internationalen Gemeinschaft zu Kontroversen und Kritik hinsichtlich der rechtlichen Legitimität geführt.

