Interessant, Kurios, Ökologisch: Wie werden sich unsere Drucker entwickeln?

Kaum ein Büro kommt heutzutage noch ohne Drucker aus. Doch wie sieht die Zukunft dieser praktischen Helfer des Alltags aus? Mittlerweile gibt es unzählige verschiedene Arten von Druckern: Tintenstrahldrucker, Laserdrucker und 3D-Drucker sind dabei nur die gängigsten Modelle. Nachdem bereits im 19. Jahrhundert der Grundstein für heutige Drucker gelegt wurde, haben die praktischen Geräte einen großen Wandel durchgemacht und hören nach wie vor nicht damit auf. So sind mittlerweile Drucker in Planung, die mit Graphit oder Kaffeesatz arbeiten sowie digitale Bilderrahmen, die das angezeigte Bild mit einem Tastendruck in physischer Form auf Papier bringen.
Die Form und Größe der zukünftigen Drucker
Smartphones sind die einzigen Geräte, die im Laufe der Zeit immer großer geworden und sich zu Phablets und Tablets entwickelt haben. Ansonsten gibt sich die Industrie größte Mühe, Geräte wie Drucker und PCs immer kleiner zu machen. Diese Entwicklung hat eine Gruppe von Studenten dazu inspiriert, den herkömmlichen Tintenstrahldrucker zu optimieren. Sie entwickelten den Mini Robotic Printer, der eine Höhe von 10 cm und einen Durchmesser von 11,5 cm aufweist und trotzdem eigenständig drucken kann. Allerdings ist dieser Roboterdrucker noch nicht voll ausgereift, weshalb noch einiges an Arbeit in diese Idee investiert werden muss.
Abgesehen von dieser findigen Idee werden die herkömmlichen Laser-, Tintenstrahl- und auch 3D-Drucker immer kleiner und kompakter werden. Dafür müssen jedoch zunächst die wichtigen Komponenten im Inneren der Geräte minimalisiert werden, was ebenfalls viel Zeit und Arbeit kosten wird.
Ökologisch und ökonomisch wertvolles Drucken
Die japanischen Designer Hoyoung Lee, Seunghwa Jeong und Jin-young Yoon basteln zurzeit am Pencil Printer - einem Drucker, der mit dem Graphit aus Bleistiftminen arbeitet. Fehler auf dem Ausdruck können damit einfach wegradiert werden und auch komplette Papierseiten können ausradiert und wiederverwendet werden. Damit spart der Nutzer nicht nur viel Geld für Druckerpatronen und Papier, sondern schont dabei auch die Umwelt.
Ebenfalls sehr umweltschonend funktioniert der RITI Coffee Drucker: In diesen wird alter Kaffeesatz eingefüllt, der als Druckerpatrone fungiert. Gerade für Ausdrucke, die nur vorübergehend verwendet werden sollen, ist diese Methode ideal. Mit diesem Konzept verwertet man gleichzeitig den alten Kaffeesatz in etwas Sinnvolles und spart dabei sogar noch Geld.
Das umweltschonendste und kostengünstigste Druckverfahren ermöglicht der Sanwa Newtec PrePeat RP-3100II, der momentan noch knapp 4.000 € kostet. Das benötigte Papier dafür wird aus PET-Plastik hergestellt und kann gut und gern über 1000 Mal verwendet werden. Ein einzelnes Blatt dieses „Druckerpapiers“ kostet momentan etwa 2,50 €. Dieser Drucker arbeitet dabei mit einem speziellen Druckkopf, der das Papier an den entsprechenden Stellen thermisch bearbeitet. Wenn diese Entwicklung durch eine Senkung des Preises auch der breiten Masse zugängig gemacht wird, kann sich dieses Modell in eine gute Richtung entwickeln.
Was ist mit 3D-Druckern?
Die Industrie hat große Pläne mit den neuartigen 3D-Druckern: Sie sollen Modelle von Häusern darstellen, Zahnersätze, Getriebe für die Automobilindustrie und Prothesen – in einigen Jahren sollen 3D-Drucker nahezu alles herstellen können, was wir im Alltag brauchen. Wenn es nach dem Ingenieur Enrico Dini geht, werden künftig auch unsere Häuser von 3D-Druckern „gebaut“. Dafür nutzt der Drucker Magnesiumstaub und arbeitet nach der Vorgabe von CAD-Zeichnungen. Ein solches Konzept ist so kurios, dass es sogar funktionieren kann.
Auch das herkömmliche Töpfern wird durch die 3D-Drucker revolutioniert. Unfold Prints entwickelt nämlich zurzeit den Ceramic 3D-Drucker, der mithilfe von mehreren Düsen nassen Ton in Vasen und andere Keramikformen verwandelt. Diese müssen anschließend nur noch im Ofen gebrannt werden und direkt danach bemalt und verwendet werden.
Die herkömmlichen Drucker, die wir im Büroalltag ständig benutzen, werden wohl im Laufe der nächsten Jahre einen Wandel durchleben. Welche Modelle allerdings wirklich produziert werden und Ihren Weg in Privathaushalte und Geschäftsräume finden werden, steht noch in den Sternen.
Quelle: „Druckerpatronenexpress“

