Innovationsschub gefordert: Merz appelliert an Europa
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat in seiner jüngsten Ansprache die Notwendigkeit eines kraftvollen Innovationssprungs für Deutschland und Europa hervorgehoben, um auf der globalen Bühne technologisch wieder wettbewerbsfähig zu werden. Er betonte, dass es nicht den USA und China überlassen werden dürfe, die technologische Zukunft zu diktieren, da dies wesentliche Aspekte wie Wohlstand, Sicherheit und Freiheit beeinflusse.
Merz erinnerte daran, dass Europa historisch bewiesen hat, in der Lage zu sein, den Bürgern eine vielversprechende Zukunft zu gestalten, und forderte eine Rückkehr zu diesen Qualitäten. Zur Erreichung technologischer Souveränität inmitten eines neu entstehenden Systemkonflikts zwischen autoritären und freiheitlichen Staaten sei es von zentraler Bedeutung, einseitige Abhängigkeiten, die geopolitisch ausgenutzt werden können, zu vermeiden.
Die Bundesregierung setzt in der Innovationspolitik auf eine strategische Neuausrichtung, die im Kontext des Koalitionsvertrages bis 2030 mindestens 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Forschung und Entwicklung investiert. Die Hightech Agenda dient als zentrales Instrument, um wirtschaftliche und technologische Transformationen zu fördern, sei es im Bereich Wettbewerbsfähigkeit oder Wertschöpfung.
Ein Fokussierungspunkt der Förderpolitik liegt auf sechs Schlüsseltechnologien: Künstliche Intelligenz, Quantentechnologie, Mikroelektronik, Biotechnologie, Fusionsenergie sowie klimaneutrale Energien und Mobilitätstechnologien. Merz rief zu einer engen Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft auf, um die technologischen Spitzenpositionen zu erlangen und ein stärkeres Europa zu formen.

