ING Deutschland forciert Wachstumsinitiativen mit strategischen Neuerungen
Rasant geht es bei der ING Deutschland zu, denn Lars Stoy, der seit Jahresbeginn die Geschicke der Direktbank leitet, hat ambitionierte Pläne zur Weiterentwicklung im Gepäck. Offenkundige Angebotslücken sollen schnellstmöglich geschlossen werden, so der erfahrene Manager. Die Liste an Vorhaben, die Stoy in den letzten Monaten zusammengestellt hat, ist beachtlich und lässt auf eine innovative Zukunft hoffen.
Ein besonderer Meilenstein wird bereits im August umgesetzt: Mit der Einführung eines Girokontos speziell für die junge Klientel im Alter von 7 bis 17 Jahren möchte die Bank Eltern ansprechen, die ihren Nachwuchs frühzeitig auf den Pfad der finanziellen Selbständigkeit führen möchten. Das Girokonto Junior ist vollumfänglich ausgestattet, um jungen Nutzern das Banking näherzubringen.
Ein weiteres Herzstück der geplanten Entwicklungen ist die Einführung einer echten Kreditkarte bis 2026 – eine Antwort auf die häufig geäußerte Kritik der inzwischen über zehn Millionen Kunden. Gerade für Reisen ins Ausland ist diese Funktion essenziell. Stoy versichert, dass die Arbeiten an dieser Lösung mit Hochdruck vorangetrieben werden.
Ziel dieser und weiterer Maßnahmen wie spezieller Anreize für Vieltrader ist es, die Führungsposition der ING als größte Digitalbank gegenüber rivalisierenden Neobanken wie N26, Trade Republic oder Revolut auszubauen. Allerdings betont Stoy, dass Wachstum nicht um jeden Preis verfolgt wird, sondern mit Bedacht und strategischer Planung.

