Inflation in der Eurozone unter zwei Prozent - US-Industrie schwächelt
Die Eurozone verzeichnet einen deutlichen Rückgang der Inflation, die im Mai mit 1,9 Prozent unter die Zielmarke der Europäischen Zentralbank fiel. Das Statistikamt Eurostat gab bekannt, dass diese Entwicklung stärker ausfiel, als von Volkswirten zuvor prognostiziert. Im April hatte die Rate noch bei 2,2 Prozent gelegen, während Fachleute für Mai mit einer Inflationsrate von 2,0 Prozent gerechnet hatten.
In den Vereinigten Staaten zeigt sich ein anderes Bild: Der Auftragseingang der Industrie sank im Mai beträchtlicher als erwartet um 3,7 Prozent, während Analysten lediglich einen Rückgang von 3,2 Prozent prognostiziert hatten. Die Zahlen, die das US-Handelsministerium veröffentlicht hat, zeigen die Herausforderungen, mit denen die US-Wirtschaft konfrontiert ist. Zuvor war im April ein revidierter Anstieg der Bestellungen um 3,4 Prozent verzeichnet worden.
Zeitgleich beraten die Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer in Berlin über die Entlastung von Kommunen und der Wirtschaft. Ein zentrales Thema ist die Staatsmodernisierung unter dem Vorsitz Sachsens. Zusätzliche Finanzierungsinstrumente und der wirtschaftliche Aufschwung bilden ebenfalls wesentliche Diskussionspunkte der anstehenden Konferenz.
In Hamburg gibt der Zoll bekannt, dass die Zahl der Paketsendungen, insbesondere aus China, stark zugenommen hat. Laut Angaben des Präsidenten der Generalzolldirektion, Armin Rolfink, hat sich die Anzahl der Onlinehandel-Zollabfertigungen mehr als vervierfacht und erreicht nun 235 Millionen.
Die deutsche Wirtschaft kämpft weiterhin mit den Auswirkungen teurer Energiepreise und Zollkonflikten mit den USA. Doch es herrscht Hoffnung, denn Verbraucherinnen und Verbraucher zeigen eine gesteigerte Kauflaune, die die wirtschaftliche Lage bald verbessern könnte.
Die Arbeitslosenquote in der Eurozone hat sich ebenfalls positiv entwickelt und sank im April auf 6,2 Prozent. Dies stellt den niedrigsten Stand seit Einführung des Euro 1999 dar. Ein Anstieg ist hingegen bei der Schweizer Inflation zu verzeichnen, die im Mai in den negativen Bereich gerutscht ist.

