Hyperliquid übertrifft Coinbase mit einem Handelsvolumen von $2,6 Billionen

Die dezentrale Plattform für unbefristete Futures, Hyperliquid, hat laut Daten von Artemis das Handelsvolumen von Coinbase übertroffen. Hyperliquid verzeichnete ein Handelsvolumen von $2,6 Billionen, während Coinbase im gleichen Zeitraum auf $1,4 Billionen kam.
Vergleich zwischen Hyperliquid und Coinbase
Die von Artemis veröffentlichten Daten zeigen auch einen deutlichen Unterschied in der Kursentwicklung der beiden Plattformen im bisherigen Jahresverlauf. Hyperliquid konnte 2026 bisher um 31,7% zulegen, während Coinbase um 27,0% gefallen ist. Dies führte zu einer Divergenz von 58,7% innerhalb weniger Wochen.
Coinbase zählt zu den etabliertesten zentralisierten Börsen weltweit, während Hyperliquid als aufstrebender dezentraler Akteur gilt. Die deutliche Diskrepanz in Handelsaktivität und Vermögensentwicklung wird von Artemis als Zeichen für das wachsende Interesse am dezentralen Futures-Markt interpretiert.
Im Jahr 2025 generierte Hyperliquid Einnahmen in Höhe von $822 Millionen. Allein in diesem Jahr wurden bereits $79,1 Millionen an Einnahmen erzielt. Das offene Interesse auf Hyperliquid lag in den letzten 24 Stunden bei $4,1 Millionen.
Inmitten dieses Wachstums hat Ripple angekündigt, dass seine Prime-Brokerage-Plattform nun Hyperliquid unterstützen wird. Dies ermöglicht institutionellen Kunden den Zugang zu den On-Chain-Derivaten von Hyperliquid und die Cross-Marginierung von Engagements über andere Vermögenswerte hinweg, darunter auch OTC-Swaps, festverzinsliche Wertpapiere, Devisen und digitale Vermögenswerte.
Michael Higgins, internationaler CEO von Ripple Prime, erklärte, dass die Integration dezentrale Finanzen mit traditionellem Prime-Brokerage verbindet, was den Zugang zu Liquidität und die Handelseffizienz verbessert. Diese Entwicklung erfolgt, während Hyperliquid weiterhin Milliarden an täglichen Volumina verzeichnet und an Einfluss im Markt für dezentrale Futures gewinnt.
Kontroverse um HYPE-Shorting
Die Popularität von Hyperliquid blieb nicht ohne Kontroversen. Im Dezember bestätigte die Börse, dass ein ehemaliger Mitarbeiter, der Anfang 2024 wegen Insiderhandels entlassen wurde, hinter großen Short-Positionen im nativen HYPE-Token stand. Eine On-Chain-Analyse ergab, dass das verantwortliche Wallet gehebelte Short-Positionen im Wert von über $223.000 ausführte, darunter $180.000 in HYPE mit einem Hebel von 10x.
Die Plattform bekräftigte ihre Null-Toleranz-Politik gegenüber Insiderhandel und betonte, dass Mitarbeiter und Auftragnehmer vom Handel mit HYPE-Derivaten ausgeschlossen sind.

