Fed-Zinskommentare bremsen US-Börsen aus

Beim Handel am Dienstag zeigten sich die US-Börsen ohne klare Richtung. Der Dow Jones Industrial, zunächst auf Rekordkurs mit fast 50.513 Punkten, schloss mit einem leichten Plus von 0,10 Prozent bei 50.188,14 Zählern. Der S&P 500 fiel um 0,33 Prozent auf 6.941,81 Zähler, während der Nasdaq 100, geprägt von Technologieriesen, um 0,56 Prozent auf 25.127,64 Punkte sank. Aus der Gruppe der 'Magnificent Seven' war Tesla der einzige Gewinner.
Wie Beth Hammack, Präsidentin der Federal Reserve Bank of Cleveland, erläuterte, könnten die Zinsen länger auf ihrem aktuellen Niveau verweilen. Diese Aussage dämpfte Hoffnung auf Zinssenkungen, da zunächst die Wirkung letzter Zinssenkungen beurteilt und die wirtschaftliche Entwicklung beobachtet werden sollen. Die Märkte wurden weiter von Quartalsberichten und Unternehmensprognosen bewegt, während enttäuschende Einzelhandelsumsätze im Dezember ebenfalls das Bild prägten. Die Marktteilnehmer richten nun ihr Augenmerk auf den noch ausstehenden Arbeitsmarktbericht und die anstehende Veröffentlichung der Verbraucherpreise, die wichtige Aufschlüsse über den weiteren Kurs der Fed geben könnten.
In der Old Economy verzeichnete Coca-Cola einen Rückgang von 1,5 Prozent, da die Umsatzprognose des Getränkeriesen die Markterwartungen verfehlte. Gleichzeitig konnte Dupont durch einen Quartalsgewinn, der die Erwartungen übertraf, um rund 5 Prozent zulegen. Anders erging es Goodyear, dessen Aktienkurs nach einer Prognose sinkender Volumina im ersten Quartal um 13,5 Prozent abrutschte. Hoffnungsvoller hingegen waren die Investoren bei Spotify, dessen Quartalszahlen von einem kräftigen Zuwachs der Abonnentenzahl profitierten, was den Aktienkurs um 14,8 Prozent steigen ließ.

