Bitcoin-Mining-Schwierigkeit verzeichnet größten Rückgang seit 2021

Der Bitcoin-Mining-Sektor steht unter Druck, da die Netzwerk-Schwierigkeit den größten Rückgang seit 2021 verzeichnet. Dieser deutliche Rückgang spiegelt wider, dass viele Miner ihre Maschinen abschalten oder den Markt ganz verlassen. Gründe dafür sind sinkende Rentabilität, steigende Betriebskosten und anhaltender Preisdruck. Ineffiziente Miner ziehen sich zurück, was zu einer Konsolidierung im Mining-Sektor führen könnte.
Miner-Kapitulation und ihre Auswirkungen auf die kurzfristige Bitcoin-Stimmung
Ein bedeutendes Signal im Markt ist derzeit zu beobachten. Der CEO von Coinbureau, bekannt als Nic, hat auf X mitgeteilt, dass die Bitcoin-Mining-Schwierigkeit ihren größten Rückgang seit 2021 erlebt hat. Dies bedeutet, dass eine beträchtliche Anzahl von Minern ihre Maschinen abschaltet oder das Netzwerk ganz verlässt. Gleichzeitig verlagern einige Miner ihren Fokus von Bitcoin hin zu KI- und Hyperscale-Datenzentren.
Ein Beispiel hierfür ist Bitfarms, dessen Aktienkurs stieg, nachdem das Unternehmen bekannt gab, sich nicht mehr primär als Bitcoin-Mining-Unternehmen zu positionieren. Die Herausforderungen im Mining-Bereich sind nicht nur auf die gestiegene Schwierigkeit zurückzuführen, sondern auch auf die gesunkenen Preise und engen Margen. Der Markt belohnt Miner, die sich aus dem Bitcoin-Mining zurückziehen und in KI-Infrastruktur investieren, was darauf hindeutet, dass Kapital außerhalb des Bitcoin-Minings höhere Renditen erwartet.
Ein statistischer Ausreißer in der Bitcoin-Kursentwicklung
Bitcoin hat kürzlich eine Bewegung von 5,65 Standardabweichungen verzeichnet, ein extrem seltenes Ereignis, das in über 5.000 Handelstagen nur 13 Mal aufgetreten ist. Laut Front Runners auf X misst die Standardabweichung, wie weit eine Kursbewegung vom durchschnittlichen täglichen Wechsel abweicht. Die meisten täglichen Bitcoin-Bewegungen liegen innerhalb von ±1 Standardabweichung, was etwa 70% der Zeit entspricht. Bewegungen über 3 Standardabweichungen hinaus gelten bereits als selten.
Eine Bewegung von über 5 Standardabweichungen befindet sich im extremen Bereich. Historisch gesehen hat Bitcoin ähnliche Volatilitätsbewegungen im Januar 2015, Dezember 2018 und März 2020 erlebt, alles Perioden, die eng mit großen Zyklustiefs übereinstimmten. Dies bedeutet jedoch nicht zwangsläufig eine Erholung nach oben, da Bitcoin weiterhin seitwärts konsolidieren könnte. Solche Volatilitätsbewegungen treten tendenziell in der Nähe von Erschöpfungspunkten auf, nicht mitten im Trend.
Dieser schnelle und aggressive Krypto-Bärenmarkt befindet sich wahrscheinlich näher an einem Tiefpunkt als an einem Hoch. Analyst Scient hat hervorgehoben, dass dies nicht die Umgebung ist, um Trades zu jagen, sondern die Phase, um Käufe mit einer strukturierten Dollar-Cost-Averaging-Strategie über die kommenden Wochen und Monate zu planen.
Es gibt keine verlässliche Methode, um einen genauen Tiefpunkt zu bestimmen, außer durch reines Glück. Während die Preise weiter sinken, werden die Abwärtsziele weiter nach unten verschoben, was bei jedem, der versucht, jede Bewegung zu handeln, Frustration auslösen kann. Scient betonte, dass eine einfache Spot-Akkumulation mit Dollar-Cost-Averaging in Bitcoin und starken Altcoins für die meisten Teilnehmer besser abschneiden wird als das Glücksspiel mit Hebelwirkung.

