Hoffnung auf Elektroschub: Bahnmodernisierung Nürnberg-Sachsen auf Kurs
Die Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Sachsen wird nach neuesten Berechnungen als wirtschaftlich eingestuft und sorgt sowohl in Bayern als auch in Sachsen für Erleichterung. Zukünftig könnten auf der Franken-Sachsen-Magistrale umweltfreundliche E-Loks die bisher eingesetzten Dieselzüge ablösen. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter von der CSU begrüßt die Entwicklung und betont den wesentlichen Nutzen, den das Projekt mit sich bringt: Mit der Elektrifizierung der 140 Kilometer langen Strecke zwischen Nürnberg und Hof sowie des Abzweigs von Marktredwitz nach Cheb wird eine entscheidende Lücke in der Anbindung Bayerns, Sachsens und Tschechiens geschlossen.
Der geschäftsführende Bundesverkehrsminister Volker Wissing bezeichnete die positive Bewertung des Projekts als Hoffnungszeichen für die deutsch-tschechische Grenzregion und betonte die Bedeutung des Nachweises der Wirtschaftlichkeit. Nun seien die Voraussetzungen gegeben, die Planungen weiter fortzusetzen, sobald die finanzielle Situation des Haushalts dies erlaube.
Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer unterstrich die Bedeutung des Vorhabens, das weit über ein Infrastrukturprojekt hinausgehe. Der Ausbau dieser bedeutenden europäischen Verkehrsachse sei eine Investition in die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts sowie in die Mobilität der Menschen und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit der Tschechischen Republik.
Nach jahrelangem Ringen um die Zukunft des Projekts, das zuletzt aus wirtschaftlichen Gründen auf Eis lag, fordern betroffene Kommunen ein rasches Angehen der Arbeiten. Bayreuths Oberbürgermeister Thomas Ebersberger warnt jedoch vor möglichen weiteren Verzögerungen, da noch keine Finanzmittel oder Planungskapazitäten bereitstehen. Der Hofer Landrat Oliver Bär hebt die europäische Dimension der Strecke hervor und betont die enge Zusammenarbeit der Kommunen entlang der Trasse, die gemeinsam für die Elektrifizierung kämpfen.

