Historischer Schritt: Britischer Premierminister Keir Starmer reist nach China
Nach einer fast ein Jahrzehnt währenden Pause besucht wieder ein britischer Premierminister die Volksrepublik China. Keir Starmer wird vom 28. bis 31. Januar in Peking mit hochrangigen Vertretern wie Staats- und Parteichef Xi Jinping und Ministerpräsident Li Qiang zusammentreffen. Das chinesische Außenministerium bestätigte außerdem, dass Starmer im Anschluss nach Shanghai weiterreisen wird. Daraufhin plant er einen Besuch bei Japans Regierungschefin Sanae Takaichi, wie das japanische Außenministerium bekanntgab.
Starmer und Xi hatten bereits beim G20-Gipfel 2024 in Brasilien die Gelegenheit für ein persönliches Gespräch. Der bevorstehende Besuch folgt auf eine bedeutende Entscheidung der britischen Regierung, die den Bau einer neuen chinesischen Botschaft in London genehmigt hat. Dieser diplomatische Neubaukörper, als 'Mega-Botschaft' bezeichnet, sorgt aufgrund seiner prominenten Lage nahe dem Tower of London und an der Peripherie des Finanzviertels für Diskussionen.
Die jüngsten Entwicklungen könnten die diplomatischen Bemühungen entscheidend beeinflussen. In einem Interview mit Bloomberg betonte Starmer, die Bedeutung Chinas als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt nicht ignorieren zu können und nannte zahlreiche Geschäftsmöglichkeiten als Grund für eine Annäherung. Aus der Downing Street drang der Wunsch nach einer 'nüchternen, erwachsenen' Beziehungsgestaltung zu China an die Öffentlichkeit. Dies solle einen verlässlichen Kurs in den bilateralen Beziehungen schaffen.
Begleitet wird der Premierminister von einer namhaften Wirtschaftsdelegation. Das chinesische Handelsministerium erwartet die Unterzeichnung mehrerer Abkommen zur wirtschaftlichen Kooperation in den Bereichen Handel und Investitionen. Der letzte Besuch dieser Art datiert auf 2018, als Theresa May Handelsaufträge im Wert von neun Milliarden Pfund abschloss.

