Hisbollah und Israel: Erneuter Beschuss entlang der Grenze
Die Spannungen zwischen der schiitischen Miliz Hisbollah im Südlibanon und der israelischen Armee haben am Samstag erneut zugenommen. Berichten zufolge wurde ein Auto im Südlibanon von einer Rakete getroffen, wobei zwei der Insassen getötet wurden. Die Identität der Opfer ist bisher unbekannt. Die israelische Armee lehnte eine Stellungnahme zu dem Vorfall ab.
Die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz gab bekannt, dass sie drei Angriffe auf Israel verübt habe. Israelische Soldaten seien in der Nähe von Hunin Castle beschossen und getroffen worden. Hunin Castle ist eine alte Kreuzfahrer-Festung in der Nähe der israelischen Stadt Margaliot, weniger als einen Kilometer südlich der Grenze zum Libanon. Weitere Angriffe hätten in dem Grenzdorf Sarit sowie in Dhaira stattgefunden. Bisher wurden von israelischer Seite keine Opfer gemeldet.
Die israelische Armee erklärte, dass sie als Reaktion auf die Angriffe aus dem Südlibanon Ziele in der Region beschossen habe. Luftangriffe hätten Terroristen-Anlagen, einen Beobachtungsposten der Hisbollah und eine Raketenabschussrampe nahe der Ortschaft Al-Adisa getroffen. Bereits in der Nacht hätten Panzer vom Golan aus über die Grenze bei Har Dov geschossen, um eine Bedrohung von dort abzuwehren.
Seit Beginn des Gaza-Kriegs am 7. Oktober gab es entlang der Grenze zwischen Israel und dem Libanon wiederholt Konfrontationen zwischen der israelischen Armee und der Hisbollah. Auf beiden Seiten gab es bereits Tote. Experten sehen die aktuelle Eskalation als die schwerste seit dem zweiten Libanon-Krieg im Jahr 2006. (eulerpool-AFX)

