Assassin’s Creed Codename Hexe: Durchgesickertes Bild enthüllt Anikas Mentor-Duo und Ezios mysteriöse Rückkehr
Die Gerüchteküche um Assassin’s Creed Codename Hexe brodelt gewaltiger denn je. Ein frischer Leak von Ubisoft-Insider xj0nathan zeigt nicht nur den ersten richtigen Screenshot aus dem Spiel, sondern liefert auch pikante Details zur Figurenkonstellation. Demnach bekommt es Protagonistin Anika Adler gleich mit zwei Mentoren zu tun – und einer davon trägt das berühmteste Gesicht der gesamten Serie. Während Ubisoft selbst noch schweigt, zeichnet sich langsam ab, dass Hexe ganz anders wird als jedes Assassin’s Creed zuvor.
Zwei Seelen, eine Ausbildung: Das Good-Cop-Bad-Cop-Prinzip
Der geleakte Screenshot – ursprünglich dunkel, mittlerweile von Fans aufgehellt – zeigt Anika in einer düsteren Version der klassischen Assassinen-Robe, inklusive versteckter Klinge, wie sie durch bewaldetes Gelände springt. Spannender sind jedoch die Figuren, die sie auf ihrem Weg begleiten sollen. Laut xj0nathan übernimmt ein gewisser Wolfgang die Rolle des moralisch zwielichtigen „Bad Cop“-Mentors in der ersten Spielhälfte. Auf der anderen Seite steht kein Geringerer als Ezio Auditore da Firenze – als der gute Mentor, der Anika später durch Isu-Technologie oder sogenannte Erinnerungsplatten erscheint. Die Idee, dass Ezio als geisterhafte Instanz durch die Jahrhunderte flüstert, klingt absurd und faszinierend zugleich. Immerhin hat Ubisoft mit den Abgängen von Kreativdirektor Clint Hocking und Game Director Benoit Richer in den vergangenen Monaten gezeigt, dass die Entwicklung des Titels alles andere als glatt lief – der Führungswechsel bei Hexe hat das Projekt jedoch nicht aus der Bahn geworfen.
Zwischen Hexenjagd und Auditore-Blutlinie
Doch wer ist Anika Adler eigentlich? Frühere Leaks von Rogue Tx deuten darauf hin, dass sie eine direkte Nachfahrin von Claudia Auditore ist – Ezios Schwester. Das würde erklären, warum ausgerechnet der Florentiner als Mentor auftaucht und nicht etwa Altaïr oder Connor. Die Handlung spielt hauptsächlich in Würzburg, Deutschland, und dreht sich um die blutige Ära der Hexenverfolgung. Anikas Look unterstreicht das Setting: Neben der klassischen Assassinen-Kutte trägt sie eine Reihe hexenartiger Gewänder, die sie optisch zwischen Verfolgter und Jägerin pendeln lassen.
Interessant ist auch ein geleakter Dialog, in dem Anika sagt: „Diese weiße Kapuze, sie ist genau wie die auf der Zeichnung meiner Mutter.“ Ezio soll unter anderem den Satz „Sie wollten, dass du ein Leben hast“ und das berüchtigte Assassinen-Credo „Nulla è reale, tutto è lecito“ sprechen, bevor er sie auffordert: „Komm. Spring mit mir. Ein letztes Mal für einen alten Mann.“ Das klingt weniger nach simpler Mentor-Schüler-Beziehung, sondern eher nach einem finalen Vermächtnis. Dass Hexe laut Gerüchten auf einen Release zu Weihnachten 2027 zusteuert und das Kampfsystem radikal überarbeitet wurde, passt ins Bild eines Titels, der die Serie neu erfinden will.
Ein düsteres Kapitel mit Risiken
Was die Leaks vor allem zeigen: Ubisoft traut sich bei Hexe etwas. Statt der ausgetretenen Open-World-RPG-Pfade von Valhalla oder Shadows setzt man auf ein lineareres, horrorgetränktes Abenteuer mit übernatürlichen Elementen – gewagt für eine Reihe, die zuletzt vor allem durch ihre Größe glänzte. Allerdings hat der Titel einen hohen personellen Preis gezahlt: Rund 50 Entwickler haben das Projekt verlassen, was Ubisoft als „standardmäßige Verschiebungen innerhalb der Belegschaft“ abtut. Ob die Vision unter der neuen Führung von Jean Guesdon und dem kürzlich zurückgekehrten Lead Scriptwriter Christopher Gilli (Mirage, Valhalla) stabil genug ist, um bis 2027 zu halten, bleibt abzuwarten. Mehr Details zu Hexe und dem mysteriösen Wolfgang erfahren wir hoffentlich bald auf der offiziellen Assassin’s Creed-Webseite.


