The Legend of Zelda: Kinofilm – Start, Schauspieler, Story und alle wichtigen Fragen geklärt
Nach Jahrzehnten als Videospiel-Legende wagt Nintendo den nächsten großen Schritt: The Legend of Zelda kommt ins Kino. Was lange als Wunschtraum der Fans galt, nimmt nun konkrete Formen an. Starttermin, Regisseur und vor allem die Besetzung der Hauptrollen stehen fest und lösen in der Community bereits hitzige Diskussionen aus.
Spätestens nach dem enormen Erfolg des Super Mario-Films war klar: Nintendo meint es ernst mit Hollywood. Doch Zelda ist eine andere Hausnummer. Mystischer, ernster, emotionaler. Genau deshalb schauen Fans nun besonders genau hin.
Kinostart 2027: Wann erscheint der Zelda-Film?
Der Live-Action-Film zu The Legend of Zelda soll am 07. Mai 2027 weltweit in die Kinos kommen. Die Dreharbeiten laufen noch bis April 2026 in Neuseeland. Damit bleibt Nintendo genug Zeit, um das Projekt mit der nötigen Sorgfalt umzusetzen. Ein Punkt, der vielen Fans wichtig ist. Schließlich gilt Zelda nicht nur als Marke, sondern als Herzstück der Nintendo-Geschichte.
Hinter dem Film steht eine Kooperation aus Nintendo, Sony Pictures und Arad Productions. Produziert wird das Projekt unter anderem von Shigeru Miyamoto, dem Schöpfer von Zelda selbst. Für viele Fans ist das ein beruhigendes Signal: Die kreative Kontrolle bleibt zumindest teilweise bei Nintendo.
Wer spielt Link und Prinzessin Zelda?
Wer kann diese ikonischen Rollen übernehmen? Link wird von Benjamin Evan Ainsworth verkörpert. Prinzessin Zelda spielt Bo Bragason. Beide Namen sorgten zunächst für Überraschung, nicht wegen Skandalen, sondern weil sie bewusst keine großen Hollywood-Stars sind. Genau das kommt bei vielen Fans gut an. In sozialen Netzwerken ist oft zu lesen, dass Zelda von frischen Gesichtern profitieren könnte, statt von bekannten Stars, die vom Charakter ablenken. Andere zeigen sich skeptisch und fragen, ob die beiden die enorme Verantwortung stemmen können.
Benjamin Evan Ainsworth (17 Jahre) ist trotz seines jungen Alters kein Unbekannter. Er spielte zuletzt in der Drama-Komödie Everything’s Going to Be Great mit (IMDB: 5,5/10). Seit 2022 ist er fixer Bestandteil der Serie Son of a Critch (IMDB: 7,4/10), zudem war er in der Miniserie aus dem Jahr 2020 The Haunting of Bly Manor (bei uns als Spuk in Bly Manor bekannt) auf Netflix zu sehen. Außerdem lieh er bei Disneys Real-Verfilmung von Pinocchio seine Stimme (englische Originalausgabe).
Bo Bragason (21 Jahre) bringt ebenfalls reichlich Erfahrung aus britischen TV-Produktionen mit. Sie stand bereits als Kind vor der Kamera und überzeugte in mehreren BBC-Serien. Auf IMDB findet man 4 Einträge von ihr, in der Fernsehserie Renegade Nell und Three Girls, sowie in den Filmen The Radleys und Censor.
Worüber könnte der Zelda-Film handeln?
Offiziell hält sich Nintendo noch bedeckt. Eine konkrete Story wurde nicht bestätigt. Klar ist nur: Der Film soll das Königreich Hyrule, den Helden Link und Prinzessin Zelda in den Mittelpunkt stellen. Ob sich die Handlung an einem bestimmten Spiel orientiert, bleibt offen. Vor allem das Outfit von Zelda in den gezeigten Bildern von Nintendo deutet auf Breath of the Wild hin.
Viele Fans spekulieren über Einflüsse aus Ocarina of Time oder Breath of the Wild. Andere hoffen auf eine komplett neue Geschichte, die die Essenz der Reihe einfängt, ohne ein Spiel eins zu eins zu kopieren. Sicher scheint: Themen wie Abenteuer, Schicksal, Mut und der Kampf gegen das Böse werden eine zentrale Rolle spielen.
Wenn der Film sich an Breath of the Wild orientiert, dann…
Sollte sich der Zelda-Film inhaltlich tatsächlich an BotW anlehnen, dann solltest du keinen klassischen Fantasy-Blockbuster mit Dauerexplosionen erwarten. Stattdessen würde ein ruhiger, bildgewaltiger Abenteuerfilm im Mittelpunkt stehen, getragen von Atmosphäre, Weite und Stille. Vergleichbar mit Der Herr der Ringe in seinen stillen Momenten. Immerhin passt auch der Drehort überein, mit Neuseeland. Wenig Dialog, viel visuelles Storytelling. Musik nicht als Bombast, sondern sparsam eingesetzt. Quasi das „Dune (2021; von Denis Villeneuve) der Videospiele“.
Inhaltlich müsste der Film nicht das komplette Spiel nacherzählen. Kann er auch nicht in 2 bis 2,5 Stunden. Wahrscheinlicher wäre der Fokus auf einen klar abgegrenzten Abschnitt: Links Erwachen, erste verlorene Erinnerungen, seine vorsichtige Annäherung an eine überforderte Zelda. Vielleicht steht nur ein Titan im Zentrum der Handlung, während Ganon als ferne, allgegenwärtige Bedrohung im Hintergrund bleibt. Spürbar, aber nicht präsent. Aufgebaut als Trilogie, so wäre es meiner Meinung nach umsetzbar. In einem Film alleine kann man Breath of the Wild einfach nicht erzählen.
Ein stiller Held, sagt oft mehr…
Link selbst würde dabei als „stiller Held“ funktionieren. Kaum Worte, dafür Emotionen über Blicke, Gesten und Entscheidungen. Das Publikum entdeckt Hyrule mit ihm, ohne erklärt zu bekommen, was es sieht. Zelda hingegen könnte zur eigentlichen emotionalen Hauptfigur werden: geplagt von Zweifeln, Schuldgefühlen und der Last der Verantwortung. Genau diese Konstellation würde dem Film sehr viel Tiefe verleihen und zeigen, dass Zelda als Kinoerlebnis nicht laut sein muss, um zu wirken. Es könnte die emotionalste Videospiel-Verfilmung aller Zeiten werden. Ohne die Messlatte jetzt unnötig hoch zu stecken.
The Legend of Zelda ist alles, aber sicherlich keine einfache Vorlage für einen Kinofilm. Die Spiele leben von Atmosphäre, Erkundung und stillen Momenten. Genau das auf die Leinwand zu bringen, ist eine enorme Herausforderung. Gleichzeitig bietet die Welt von Hyrule enormes Potenzial für epische Bilder, emotionale Geschichten und Fantasy, die sich klar von anderen Franchises abhebt. Ob Nintendo hier der große Wurf gelingt, wird sich erst 2027 zeigen. Doch schon jetzt ist klar: Der Zelda-Film ist eines der spannendsten und riskantesten Projekte der kommenden Jahre.
Bildquellen: Nintendo.today / Nintendo




