Hausdurchsuchungen bei Signa - Ermittlungen gegen René Benko spitzen sich zu
Die Ermittlungen rund um die renommierte Signa-Gruppe nehmen weiter an Fahrt auf. Im Zuge von Untersuchungen durch deutsche und italienische Behörden wurden umfangreiche Hausdurchsuchungen in Österreich durchgeführt. Betroffen war unter anderem die Signa Development Selection in Wien, wie die Insolvenzverwalterin der Immobilienentwicklungs-Sparte bestätigte. Diese Aktion hatte die 'Kronen Zeitung' als Erste gemeldet.
Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I bestätigte die Beteiligung ihrer Behörde an den Maßnahmen. Sie untersucht den in Österreich inhaftierten Signa-Gründer René Benko wegen des Verdachts auf Betrug und Untreue in dreistelliger Millionenhöhe. Konkret geht es um den Verdacht, dass Benko und weitere Führungskräfte der Signa-Gruppe durch undurchsichtige Machenschaften einen saudi-arabischen Staatsfonds betrogen haben sollen. Zudem wird geprüft, ob Gelder innerhalb der Signa-Gruppe veruntreut wurden.
Auch die italienische Justiz fahndet gegen Benko und mehrere Verdächtige im Kontext zu Immobilienspekulationen. Die Vorwürfe umfassen hier die Bildung einer kriminellen Vereinigung, Manipulation von Ausschreibungen, Korruption und Betrug. Der ehemalige Milliardär Benko verweilt derzeit in Untersuchungshaft in Wien und ließ sämtliche Vorwürfe über seinen Anwalt zurückweisen. Seine Unternehmensgruppe kam nach der jahrelangen Niedrigzinsphase unter Druck durch steigende Kosten und Zinsen sowie interne Herausforderungen, was letztlich zum Zusammenbruch der Firma führte.

