Harman übernimmt Sound United: Neue Dynamik in der Hifi-Landschaft
Die Audio-Industrie erlebte kürzlich einen Paukenschlag: Der amerikanische Elektronikkonzern Harman hat die renommierten Marken Bowers & Wilkins, Denon und Marantz unter sein Dach geholt. Harman, eine Tochterfirma des südkoreanischen Tech-Giganten Samsung, hat bereits starke Namen wie JBL, AKG und Harman Kardon in seinem Portfolio.
Dave Rogers, Spartenchef bei Harman, sicherte zu, dass die individuelle Identität und Designphilosophie der neu erworbenen Marken erhalten bleiben wird. Die Strategie des Konzerns sieht vor, dass jede Marke ihre spezifische Ausrichtung auf Gerätekategorien und Zielgruppen beibehält.
Besonders der britische Hersteller Bowers & Wilkins wird für sein unverwechselbares Lautsprecherdesign und technische Innovationen hervorgehoben, die ihn vom Wettbewerb, insbesondere aus den USA, unterscheiden. Der Kaufpreis für die Übernahme der Sound United - vormals im Besitz des Medizintechnikunternehmens Masimo - betrug stolze 350 Millionen US-Dollar (etwa 297 Millionen Euro).
Trotz der Eingliederung sollen die neuen Marken ihre eigenen Lieferketten, Vertriebskanäle und den Kundenservice eigenständig weiterführen. Konkurrenz zwischen den hauseigenen Marken im Bereich Preis und Funktionalität soll vermieden werden.
Ein weiterer Schwerpunkt von Harmans Strategie liegt in der Bündelung von Entwicklungsressourcen, insbesondere im Bereich Software und Künstliche Intelligenz (KI). Diese Technologie sieht man als zentralen Wettbewerbsfaktor an.
Die Audiotechnik-Branche veränderte sich in den letzten Jahren grundlegend durch den Aufstieg von Smartphones und Streaming-Diensten, wodurch sich neue Hörgewohnheiten etablierten – beispielsweise das Abspielen von Musik über Ohrhörer oder Bluetooth-Lautsprecher.

