Handelsstreit: Hongkong stoppt Warenversand in die USA
Im Zuge der jüngsten Eskalation des Handelsstreits mit den Vereinigten Staaten hat die chinesische Sonderverwaltungsregion Hongkong den Versand von Waren Richtung USA abrupt unterbrochen. Hongkong erhebt schwere Vorwürfe gegen die amerikanische Regierung und wirft ihr unvernünftiges Verhalten sowie eine missbräuchliche Nutzung von Zöllen vor.
Diese Entscheidung wurde von der Hongkong Post bekanntgegeben, die klarmachte, dass sie im Namen der Vereinigten Staaten keine Zölle erheben werde und daher ab sofort die Annahme von Sendungen in die USA stoppen müsse. Auslöser für diesen dramatischen Schritt war die Ankündigung Washingtons, die bisherige zollfreie De-minimis-Regelung für Postsendungen aus Hongkong in die USA abzuschaffen.
Gleichzeitig sollen die Zölle für Warensendungen in die Staaten ab dem 2. Mai deutlich erhöht werden. Die unmittelbare Folge: Versandarten über Land- und Seewege sind ab sofort nicht mehr möglich, und ab dem 27. April wird auch der Luftfrachtverkehr gestoppt.
Für die betroffenen Unternehmen und Bürger Hongkongs bedeutet dies, dass sie in naher Zukunft mit erheblich höheren Kosten für den Warenversand in die USA rechnen müssen. Diese Maßnahmen betreffen jedoch ausschließlich Sendungen, die Waren enthalten. Reine Dokumentensendungen bleiben von diesen Veränderungen unberührt und können weiterhin in die USA verschickt werden.

