Hängepartie im diplomatischen Tauziehen: Ukraine und Russland vor Gipfeltreffen?
Inmitten der globalen geopolitischen Spannungen hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Russland beschuldigt, ein Gipfeltreffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin absichtlich zu verzögern. Bei einer Pressekonferenz in Paris, im Anschluss an Beratungen der sogenannten Koalition der Willigen, äußerte Selenskyj seinen Unmut darüber, dass Moskau bisher keinen konkreten Fahrplan für das Treffen vorgeschlagen habe. Selenskyj hob hervor, dass die Einladung nach Moskau wenig überzeugend sei, wenn gleichzeitig keine konkreten Schritte zur Organisation des Treffens unternommen würden. Dennoch sei er vorsichtig optimistisch, da die russische Führung zumindest die Möglichkeit eines Treffens in Betracht ziehe.
Putin hatte zuvor signalisiert, dass Selenskyj nach Moskau kommen könne, sofern eine konstruktive Grundlage für Gespräche bestehe. Selenskyj hingegen betonte, dass der Vermittlungsvorschlag aus amerikanischen Quellen stamme. Er drängt vehement auf ein persönliches Zusammentreffen, um über einen möglichen Waffenstillstand in dem seit über drei Jahren tobenden Konflikt zu verhandeln. Moskau bleibt bei der Forderung, dass ein eventuelles Treffen umfassend vorbereitet sein müsse, um einen Durchbruch zu erzielen.

