Wetterkapriolen stoppen CDU-Klausur: Der politische Auftakt verlagert sich ins Digitale
Die CDU sieht sich angesichts der derzeit in Deutschland vorherrschenden Wetterlage zu unvorhergesehenen Maßnahmen gezwungen. Aufgrund dringender Wetterwarnungen und damit verbundenen Risiken wie bevorstehenden Ausfällen im Zug- und Flugverkehr, hat die Partei ihre für Freitag und Samstag geplante Klausurtagung in Mainz abgesagt. Diese Entscheidung teilte eine Parteisprecherin mit Bedauern mit.
Im Mittelpunkt der eigentlich geplanten Klausurtagung stand der strategische Auftakt ins Wahljahr 2026, in dem gleich fünf wichtige Landtagswahlen auf der Agenda stehen. Federführend sollte der CDU-Vorsitzende und Bundeskanzler Friedrich Merz die Veranstaltung leiten. Die Tagung sah unter anderem die Verabschiedung einer „Mainzer Erklärung“ vor, die sich vor allem auf Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft konzentrierte.
Ein zentraler Punkt des Entwurfs war das Vorziehen der ursprünglich ab Januar 2028 geplanten Senkung der Körperschaftssteuer – eine Maßnahme, die allerdings nur bei einer stabilen Haushaltslage von Bund und Ländern realisiert werden soll. Während die Mainzer Klausurtagung ins Wasser fiel, war Merz am Mittwoch dennoch bei der CSU-Klausurtagung im bayerischen Kloster Seeon vor Ort, was die parteipolitischen Dialoge in Gang hält.

