Goldene Zeiten: Warum Investoren auf das Edelmetall setzen sollten
In den renommierten Finanzkreisen von Wall Street wird eine klare Botschaft laut: Gold kaufen. Dieses Jahr scheint es dringlicher denn je, diesen Rat zu beherzigen. Denn das Edelmetall steht kurz davor, das beste Jahr seit den 1970er Jahren zu verzeichnen, mit einem beeindruckenden Anstieg von 38 Prozent seit Jahresbeginn.
Getrieben wird diese Rally durch die wachsenden Sorgen der Investoren über die anziehende Inflation, die Stärke der US-amerikanischen Wirtschaft und die Nachhaltigkeit der US-Verschuldung. Zahlreiche Anlageikonen raten deshalb dazu, Gold in das Portfolio aufzunehmen.
Der Gründer von Bridgewater und erfahrene Hedgefonds-Manager Ray Dalio äußerte kürzlich auf einer Konferenz in Singapur, dass Gold und andere nicht-fiatgebundene Währungen traditionellem Geld bald überlegen sein könnten. Grund seien die weltweit ansteigenden Defizite, die Amerikas Schuldenberg als "nicht nachhaltig" erscheinen lassen.
Auch Jeff Gundlach, an den Finanzmärkten bekannt als der "Bond King", listet Gold unter seinen Top-Investitionen auf. Seiner Meinung nach bietet das Edelmetall Schutz vor Inflation und den Folgen der steigenden US-Verschuldung, zumal der US-Dollar schwächelt. Gundlach hält es nicht für übertrieben, bis zu 25 Prozent des Portfolios in Gold zu investieren, und sieht den Goldpreis bis Jahresende über die 4.000-Dollar-Marke klettern.
David Einhorn, Mitgründer von Greenlight Capital, zeigt sich ebenfalls optimistisch hinsichtlich Gold und erwartet möglicherweise einen Preis von 3.800 Dollar pro Unze. Für Einhorn ist Gold seit der Finanzkrise ein steter Bestandteil des Portfolios, um Risiken aus den zunehmenden Defiziten abzudecken. Er sieht darin einen wesentlichen Faktor, weshalb sein Fonds in diesem Jahr den breiten Markt übertrifft.

