Gold über 4400 Dollar: Warum Anleger jetzt flüchten
Zinssenkungserwartungen treiben den Goldpreis
Auslöser des jüngsten Anstiegs sind neue US-Konjunkturdaten, die weitere Zinssenkungen nahelegen. Die Inflation in den USA lag im November bei 2,7 Prozent und damit niedriger als erwartet. Gleichzeitig deuten aktuelle Arbeitsmarktdaten auf eine Abkühlung hin.
Damit wächst der Spielraum für die Federal Reserve, ihren Lockerungskurs fortzusetzen. Gold profitiert traditionell von sinkenden Zinsen, da das Edelmetall keine laufenden Erträge abwirft und in Niedrigzinsphasen gegenüber Anleihen an Attraktivität gewinnt.
Misstrauen gegenüber Dollar und Staatsanleihen
Auffällig ist, dass sich der Goldpreis zuletzt auch unabhängig von klassischen Zinsbewegungen nach oben bewegt hat. Der lange Zeit stabile Zusammenhang zwischen Anleiherenditen und Gold hat sich weiter gelockert. Hintergrund ist das wachsende Misstrauen vieler Investoren gegenüber Staatsanleihen – insbesondere wegen der stark steigenden Verschuldung der USA.


