Globale Wetterextreme: Wärmerekorde im Januar trotz eisigem Europa
Der vergangene Monat sorgte weltweit für Schlagzeilen, da er als der fünftwärmste Januar seit Beginn der Aufzeichnungen in die Geschichtsbücher eingeht. Mit einer Durchschnittstemperatur von 12,95 Grad Celsius lag er um 0,51 Grad über dem Mittel der Jahre 1991 bis 2020, so der EU-Klimawandeldienst Copernicus. Während weltweit die Temperaturen stiegen, erlebte Europa den kältesten Januar seit 2010 mit durchschnittlich -2,34 Grad Celsius.
Trotz dieser Kälte in Europa und starken Schneestürmen in Teilen der USA, dominierten Rekordtemperaturen auf der Südhalbkugel das globale Bild. Australien und Chile kämpften mit intensiven Bränden, während Südafrika von schweren Überschwemmungen heimgesucht wurde. Solche extremen Wettermuster verdeutlichen die Fähigkeit unseres Klimasystems, gleichzeitig Hitze und Kälte hervorzubringen, erklärte Samantha Burgess vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage und mahnte zur Anpassung an diese Extrembedingungen.
Auch der Ozean widerspiegelte diese Entwicklung: Die Meeresoberflächentemperatur im Januar war die vierthöchste, mit 20,68 Grad Celsius. Teile des Nordatlantiks, einschließlich der Norwegischen See, erreichten Rekordwerte. Ein alarmierender Rückgang zeigte sich in der Arktis, wo die Meereseisausdehnung sechs Prozent unter dem Durchschnitt lag – der drittniedrigste Wert für diesen Monat.
Heftige Regenfälle führten zudem in Westeuropa zu Überschwemmungen, insbesondere in Italien, auf dem westlichen Balkan und in Großbritannien. Die regelmäßigen Veröffentlichungen von Copernicus bieten wertvolle Erkenntnisse, um Klimaveränderungen und ihre Folgen besser zu verstehen und zu bewältigen.

