Global Sumud Flotilla: Ein neuer Anlauf zur Durchbrechung der Gaza-Blockade
Propalästinensische Aktivisten haben eine ambitionierte Mission ins Auge gefasst: In Barcelona versammelten sich Dutzende Boote zur "Global Sumud Flotilla", um die israelische Seeblockade des Gazastreifens zu überwinden und dringend benötigte Hilfsgüter in den Küstenstreifen zu bringen. Mit mehr als 300 Teilnehmern aus über 40 verschiedenen Ländern markiert diese Flottille die bisher umfangreichste ihrer Art.
In Barcelonas malerischem Hafen wurden die Aktivisten von einer großen Menge verabschiedet, wobei das arabische Wort "Sumud", das für Standhaftigkeit steht, zum Leitmotiv der Aktion erklärt wurde. Die Organisatoren, darunter der in Spanien lebende Palästinenser Saif Abukeschek, betonten die dringende Notwendigkeit, politischen Druck auf Israel auszuüben, um die Blockade zu beenden und Frieden im Gazastreifen zu fördern.
Die berühmte schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg ist ebenfalls mit an Bord. Sie hebt hervor, dass soziale und Klimagerechtigkeit untrennbar miteinander verbunden sind. Bereits früher versuchte Thunberg an Bord der "Madleen" ohne Erfolg, die Blockade zu durchbrechen; die israelischen Streitkräfte stoppten das Schiff in der Nähe des Gazastreifens. Kritiker werfen Thunberg vor, die Rolle der Hamas bei Angriffen auf Israel zu ignorieren, während sie ihre Vorwürfe gegen Israel verteidigt und Antisemitismus-Vorwürfe strikt zurückweist.
Die Fahrt der "Global Sumud Flotilla" soll etwa 6.000 Kilometer zurücklegen und wird von der spanischen Regierung sowie lokalen Behörden in Barcelona unterstützt. Über die nächsten zwei Wochen hinweg sollen sich weitere Schiffe der Friedensmission anschließen, wobei Unterstützung aus 44 Ländern erwartet wird. Die Reise ist ambitioniert, und die Aktivisten sind entschlossen, die Meere des Nahen Ostens mit einer klaren Botschaft der Solidarität und des Friedens zu durchkreuzen.

