Generalsanierung der Bahnstrecke Hamburg-Berlin: Ein erster Blick auf die Fortschritte
Die umfangreiche Generalsanierung der stark frequentierten Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin hat kürzlich mit den ersten Maßnahmen im Bereich des Oberbaus und der Signaltechnik Fahrt aufgenommen. In dem Abschnitt zwischen Dergenthin und Karstädt konzentrieren sich die Arbeiten aktuell auf die Reinigung des Schotters. Eine Spezialmaschine sortiert hierbei ungeeignete Schottersteine aus, während Projektleiter Julian Fassing optimistisch verkündet, dass die Bauarbeiten bisher planmäßig verlaufen.
In Dergenthin liegt der Fokus auf der Erneuerung der Weichen. Diese wurden bereits vor Sperrung der Strecke vorbereitet. Derzeit erfolgt der Ausbau der alten Weichen und der Abtransport des verwendeten Schotters per Zug. Nach Abschluss dieser Arbeiten soll neuer Schotter verteilt und die vormontierten Weichen installiert werden.
Parallel zu diesen Bauaktivitäten bleibt die Strecke bis Ende April für den Verkehr gesperrt, wobei der Fern- und Güterverkehr umgeleitet wird. Für den Regionalverkehr wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet, der nach anfänglichen Rückmeldungen gut funktioniert. Jedoch äußerte der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) Kritik bezüglich der Fahrgastinformationen. Es mangelt an Fahrplanaushängen und klarer Beschilderung von Bussen, und Echtzeitdaten sind nur teilweise verfügbar. Der VBB fordert zudem dringend die Installation zusätzlicher Unterstände an Haltestellen und erwartet Verbesserungen noch in dieser Woche.

