Gemeinsam Chancen schaffen: Town & Country Stiftung würdigt Ehrenamt
6.000 € für den Berliner XENION e. V.
Erfurt, 18.05.2026 (lifePR) - Bereits zum 12. Mal wurde in diesem Jahr der Town & Country Stiftungspreis ausgelobt. Bundesweit fördert die Stiftung im Rahmen des Projekts 300 Vereine, Organisationen und Initiativen, die sich für benachteiligte Kinder und Jugendliche einsetzen mit insgesamt über 300.000 €. Am Samstag, den 9. Mai, wurden in Erfurt zwölf Regionalpreisträger und zwei Sonderpreisträger für ihr besonders herausragendes Engagement ausgezeichnet und insgesamt mit weiteren 75.000 € auf der Gala gewürdigt – darunter der Verein XENION Psychosoziale Hilfen für politisch Verfolgte.
Seit 2013 steht der Town & Country Stiftungspreis für die Stärkung von Chancengleichheit und Gemeinschaft. Im Mittelpunkt stehen Projekte, die Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihrer Herkunft oder Lebenssituation Perspektiven eröffnen und ihnen Entwicklungsmöglichkeiten bieten.
Das Ehrenamt ist eine der tragenden Säulen unserer Gesellschaft. Tag für Tag engagieren sich Menschen in Vereinen, Initiativen und Organisationen, um Kindern und Jugendlichen Chancen zu eröffnen, Teilhabe zu ermöglichen und Unterstützung dort zu leisten, wo andere Strukturen an ihre Grenzen geraten. Dieses Engagement geschieht meist leise, im Hintergrund – und ist dennoch von unschätzbarem Wert.
Diesem Einsatz möchte die Town & Country Stiftung mehr Sichtbarkeit geben. Mit ihrem Stiftungspreis werden Projekte der Kinder- und Jugendhilfe unterstützt und zugleich diejenigen Menschen gewürdigt, die diese Projekte mit großem Einsatz tragen. Aus bundesweit 300 Projekten, die jeweils eine Förderung in Höhe von 1.000 € erhielten, wählte eine unabhängige Jury zwölf Regionalpreisträger aus. Am Samstag, den 9. Mai, wurden im Rahmen einer feierlichen Stiftungsgala in der Erfurter Zentralheize die Regionalpreisträger für ihr besonders herausragendes Engagement ausgezeichnet und jeweils mit weiteren 5.000 € unterstützt.
Die zwölf Regionalpreisträger verteilen sich auf die Region Nord (Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein) die Zentralregion (Hessen,Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Thüringen) und die Region Süd (Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Saarland). Pro Region wurden vier Projekte im festlichen Rahmen der Stiftungsgala am 9. Mai ausgezeichnet. Darunter „akinda“ des XENION Psychosoziale Hilfen für politisch Verfolgte in der Region Nord.
Seit mehr als 25 Jahren vermittelt „akinda“ ehrenamtliche Einzelvormundinnen und -vormünder an unbegleitete minderjährige Geflüchtete, die ohne ihre Eltern nach Deutschland gekommen sind. Die Ehrenamtlichen übernehmen eine verantwortungsvolle Aufgabe: Sie vertreten die Jugendlichen rechtlich, begleiten sie bei wichtigen Entscheidungen und stehen ihnen als verlässliche Vertrauenspersonen zur Seite. Aus diesen freiwilligen Beziehungen entstehen oft langjährige Bindungen, die weit über die Volljährigkeit hinaus Bestand haben.
Aktuell begleitet das Projekt rund 180 ehrenamtliche Vormundinnen und Vormünder. Gemeinsam mit ihren Mündeln unterstützen sie bei der Suche nach Schulplätzen, organisieren Nachhilfe, helfen bei Bewerbungen, planen Ausbildungswege und begleiten aufenthaltsrechtliche Verfahren. So schaffen sie Orientierung, fördern Integration und eröffnen jungen Menschen, deren Bildungsbiografien häufig von Flucht und Unsicherheit geprägt sind, konkrete Zukunftsperspektiven.
Mit dem Preisgeld erweitert „akinda“ sein Angebot um praxisnahe Workshops für den Übergang ins Erwachsenenleben. Themen wie Wohnungssuche, finanzielle Eigenverantwortung und der Einstieg in Ausbildung oder Beruf vermitteln wichtiges Alltagswissen und stärken die Selbstständigkeit der Jugendlichen. Gleichzeitig würdigt die Auszeichnung das außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement der Vormundinnen und Vormünder, die jungen Geflüchteten mit Zeit, Verantwortung und persönlichem Einsatz den Weg in ein selbstbestimmtes Leben in Deutschland ebnen.


