Geisel im Gazastreifen tot erklärt: Die Tragödie um Mohammed Al-Atrasch
Israel trauert um eine weitere Geisel, die im Gazastreifen für tot erklärt wurde. Mohammed Al-Atrasch, so teilte das Forum der Geiselfamilien mit, fiel bereits während des verheerenden Hamas-Massakers am 7. Oktober. Seine Leiche wurde später von Terroristen in den Gazastreifen verschleppt.
Al-Atrasch, der im Alter von 39 Jahren starb, hinterlässt 13 Kinder aus zwei Ehen. Die israelische Armee bestätigte den Tod des Oberfeldwebels. Er diente in der Einheit der beduinischen Fährtensucher, einer speziellen Truppe der israelischen Armee.
Ein Fünftel der fast zehn Millionen Israelis sind Araber, die vom Wehrdienst befreit sind, sich jedoch freiwillig melden können. Die islamistische Terrororganisation Hamas gab kürzlich an, dass sie nicht wisse, wie viele der rund 120 in Gaza vermuteten Geiseln noch am Leben sind. Man befürchtet, dass ein Großteil bereits getötet wurde.
Das "Wall Street Journal" berichtete unter Berufung auf anonyme Vermittler und einen mit US-Geheimdienstinformationen vertrauten Beamten, dass nur etwa 50 der Geiseln noch leben könnten. Diese Einschätzung basiert teilweise auf israelischen Geheimdienstberichten.
Seit Monaten wird durch indirekte Verhandlungen versucht, Israel zu einer Waffenruhe und die Hamas zur Freilassung der israelischen Geiseln zu bewegen – bislang ohne Erfolg. (Eulerpool News)

