Franziska Giffey fordert Unterstützung des Bundes nach Angriff auf Berliner Stromnetz

Nach dem neuesten mutmaßlichen Anschlag auf das Berliner Stromnetz hat die Berliner Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey die Unterstützung des Bundes bei den Ermittlungen eingefordert. In einem Interview im RBB-Inforadio betonte sie die Wichtigkeit der Bundeshilfe, um herauszufinden, ob hinter dem Anschlag mehr steckt als nur ideologisch motivierte Aktionen linker Aktivistengruppen. Das ebenfalls als authentisch eingestufte Bekennerschreiben der 'Vulkangruppe' sei ihrer Meinung nach besonders besorgniserregend und gefährlich. Hierbei ginge es nicht nur um einen Angriff auf die Infrastruktur, sondern um die Prinzipien der gesamten freien Gesellschaft.
Giffey lobte gleichzeitig die wirksamen Maßnahmen, die nach dem großflächigen Stromausfall ergriffen wurden. Seit Samstagmorgen sind zahlreiche Haushalte im Südwesten Berlins von einem Stromausfall betroffen. Bereits im September kam es zu einem ähnlichen Vorfall, welcher ebenfalls das Berliner Stromnetz beeinträchtigte. Die Wirtschaftssenatorin hob hervor, dass die im Resilienzprogramm der Stromversorgung geplanten Abläufe erfolgreich umgesetzt wurden.
Von den anfänglich 40.000 betroffenen Haushalten sind inzwischen rund 14.500 wieder mit Strom versorgt. Auch konnten 9.000 der etwa 12.000 Fernwärmekunden erneut bedient werden. Des Weiteren wurde die Wasser- und Abwasserversorgung mithilfe von Notstromaggregaten gesichert. Giffey äußerte, dass der Fokus nun auf der Arbeit an den betroffenen Baustellen liege, wobei der Zeitplan eingehalten werde. Zusätzliche Notstromaggregate sollen zudem dafür sorgen, dass unter anderem Senioreneinrichtungen und Supermärkte schon vor Donnerstag wieder Strom erhalten.

