Formycon beseitigt Hürden für US-Marktstart: Eine Einigung trotz Patentdschungel
Formycon, ein auf Biosimilars spezialisiertes Unternehmen aus Planegg-Martinsried, hat einen bedeutenden Schritt zur Markteinführung seines Eylea-Biosimilars FYB203 in den USA unternommen. Durch eine Vergleichs- und Lizenzvereinbarung mit dem US-Konzern Regeneron Pharmaceuticals sind etwaige Patentstreitigkeiten bezüglich des Augenmedikaments Eylea beigelegt worden. Diese Einigung ebnet den Weg für eine Markteinführung in den USA und verspricht neue Wachstumsmöglichkeiten in diesem lukrativen Segment.
Die Einigung fand an den Kapitalmärkten Anklang: Auf Tradegate legten die Aktien von Formycon merklich um fast sechs Prozent im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs zu. In der dynamischen Welt der Biosimilars gelten solche Entwicklungen als Indikatoren für zukünftige Erfolge, und die Anleger reagierten entsprechend positiv.
Die Markteinführung des Produkts unter dem Namen Ahzantive ist durch den Partner Valorum Biologics im vierten Quartal 2026 vorgesehen, könnte jedoch unter bestimmten Umständen auch früher erfolgen. Ursprünglich hatte Regeneron im November 2023 eine Patentklage gegen Formycon eingereicht, die Mutmaßungen über Verletzungen von rund 40 Schutzrechten für Eylea beinhaltete. Diese Rechte sind von entscheidender Bedeutung, da Eylea ein bedeutendes Finanzprodukt von Bayer darstellt; in den USA werden die Rechte allerdings von Regeneron gehalten.

