FedEx im Auf und Ab: Gewinn sprunghaft, Aktie flaut ab
Die unerwartet positive Gewinnentwicklung des US-amerikanischen Paketdienstes FedEx konnte am Aktienmarkt nur kurzzeitig glänzen. Nachdem die Aktie zuletzt eine erhebliche Kurserholung verzeichnet hatte, deuteten vorbörsliche Berechnungen in den USA auf einen leichten Rückgang um etwa 1,5 Prozent auf 283 US-Dollar hin. Dennoch steht der Kurs im Vergleich zum Oktober-Tiefpunkt mit einem Plus von fast 28 Prozent nach wie vor solide da. Ein Blick auf die Projektionskurse für 2025 verspricht zudem ein kleines Wachstum.
JPMorgan-Analyst Brian Ossenbeck sieht die neuesten Quartalszahlen von FedEx mit einem ambivalenten Gefühl. Während die Gewinnentwicklung positiv überraschte und der Jahresausblick leicht optimistisch ist, trüben die Herausforderungen mit den MD-11-Maschinen das Gesamtbild. Nach einem Absturz einer MD-11-Frachtmaschine des Konkurrenten UPS im November verhängte die US-Luftsicherheitsbehörde ein Flugverbot für diesen Flugzeugtyp. Bei dem Unfall löste sich das linke Triebwerk inklusive Halterung während des Starts. FedEx betreibt ebenfalls Maschinen dieses Modells und rechnet mit andauernden Schwierigkeiten, da die Flotte weiterhin stillsteht.
Trotzdem sieht der Konzern die Effekte als temporär an und plant langfristig, entweder einen Ersatz zu beschaffen oder durch Effizienzsteigerungen an anderer Stelle gegenzusteuern, wie Ossenbeck erläutert.
Im Gegensatz dazu verzeichnete der Wettbewerber DHL in der jüngsten Analyse von Alexia Dogani von JPMorgan positive Entwicklungen. Die stetig verbesserten Preisstrukturen und das Wachstum der internationalen Sendungsvolumina sprechen für eine vielversprechende Hochsaison bei DHL Express. Dies spiegelt sich auch in den Aktienkursen wider, die um 0,8 Prozent auf 46,98 Euro gestiegen sind, und ein beachtliches Plus von 38 Prozent für 2025 prognostizieren.
Derweil konnte die Aktie von UPS im vorbörslichen US-Handel ein kleines Plus von 0,3 Prozent verbuchen.

