FDP erwartet zweistelliges Ergebnis bei der nächsten Bundestagswahl
Laut FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai wird seine Partei bei der nächsten Bundestagswahl wieder vermehrt Zuspruch von den Wählern erhalten. Trotz der derzeitigen Umfragewerte von etwa fünf Prozent äußerte er gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" (Freitag) seine Zuversicht, dass die FDP ein zweistelliges Ergebnis erzielen wird. Allerdings betonte er, dass dies keineswegs ein Selbstläufer sei. Stattdessen sei harte Arbeit, gute Kommunikation, Geduld und die Umsetzung überzeugender politischer Konzepte die Voraussetzung für einen solchen Erfolg.
Bei der Bundestagswahl 2021 erreichte die Partei unter der Führung von Parteichef Christian Lindner noch 11,5 Prozent. Doch seit einiger Zeit sind die Umfragewerte der FDP bundesweit rückläufig. In den jüngsten Umfragen wird sie nur noch mit etwa fünf Prozent angegeben, sodass fraglich ist, ob sie überhaupt noch die Hürde für den Einzug in den Bundestag erreichen würde, wenn heute Wahlen stattfinden würden.
Auf die Kritik am internen Streit innerhalb der Ampel-Koalition im vergangenen Jahr reagierte Djir-Sarai gelassen. Er betonte, dass man immer an der Lautstärke arbeiten könne, doch letztendlich müssten gute und pragmatische Lösungen gefunden werden. Diese seien für alle Partner der Koalition von Vorteil, wenn es darum gehe, das Land wieder in eine positive Entwicklung zu bringen.
In Bezug auf den Wahlkampf der FDP für die Europawahl im Juni äußerte Djir-Sarai, dass fast 60 Prozent der deutschen Bürokratie auf EU-Gesetzgebung zurückzuführen sei. Diese Situation müsse dringend geändert werden. Die EU solle sich verstärkt auf große Themen wie die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik konzentrieren. Dennoch sollte auch deutlich gemacht werden, welche große Bedeutung die EU für jeden einzelnen Bürger hat. Djir-Sarai warnte davor, die Europawahl lediglich als eine Protestwahl zu betrachten. (eulerpool-AFX)

