Fallout 3 Remaster & mehr: Insider enthüllt geheime Bethesda-Projekte
Im Hause Bethesda dürfte nach dem triumphalen Erfolg der Fallout-Fernsehserie und der stetig wachsenden Spielerbasis von Fallout 76 kaum eine ruhige Minute herrschen. Das postapokalyptische Franchise ist populärer denn je und die Fans lechzen nach neuem Stoff aus dem verstrahlten Amerika. Während die meisten Augen gespannt auf eine Ankündigung von The Elder Scrolls VI warten, brodelt die Gerüchteküche um das zweite große Zugpferd des Studios umso heftiger. Laut neuen, aufsehenerregenden Berichten soll sich Bethesda nicht nur einem, sondern gleich mehreren Projekten unter dem Fallout-Banner widmen – und eines davon ist exakt das, worauf die Community seit Jahren sehnsüchtig wartet.
Die Büchse der Pandora ist geöffnet
Die Initialzündung für die neueste Spekulationswelle lieferte Jordan Middler von VGC in einer aktuellen Folge des „Friends Per Second“-Podcasts. Mit beiläufiger, aber folgenschwerer Bemerkung ließ er die Bombe platzen: „Es befinden sich mehrere Fallout-Projekte in der Entwicklung, einschließlich, soweit ich weiß, dem, das ihr alle wollt.“ Zwar schob er direkt hinterher, dass sich dieses ominöse Projekt noch nicht in einem Stadium befinde, das eine baldige Veröffentlichung erwarten ließe, doch die Saat des Hypes war gesät. Bei dem „einen Projekt, das ihr alle wollt“, kann es sich, eingedenk der jahrelangen Rufe aus der Community, fast nur um eine heiß ersehnte Neuauflage des Klassikers Fallout 3 handeln.
Eine Generalüberholung, keine bloße Politur
Dass ein solches Remaster allerdings mehr als nur ein frischer Farbanstrich sein muss, unterstreichen die kritischen Anmerkungen eines Mannes, der es wissen muss: Bruce Nesmith, ein ehemaliger Bethesda-Entwickler. In einem früheren Gespräch analysierte er schonungslos die Achillesferse des Originals von 2008 – das Gunplay. „Was habt ihr in Fallout 4 gesehen? Das wird euch verraten, was sie als notwendig erachteten, bei Fallout 3 zu ändern“, so Nesmith. Er bezeichnete die Schießereien im dritten Teil als ersten, noch unbeholfenen Versuch des Studios in diesem Genre und konstatierte, dass das Kampfgefühl „nicht gut“ war. Selbst im Vergleich zu Zeitgenossen wie Metal Gear Solid 4 oder Gears of War 2 konnte das Waffen-Handling nicht mithalten. Ein modernes Remaster, so Nesmith, bräuchte daher eine fundamentale Überarbeitung der Spielsysteme, die sich an den deutlichen Verbesserungen von Fallout 4 orientiert.
Der Weg aus der Kammer
Die Aussagen zeichnen ein klares Bild: Sollte das Hauptstadt-Ödland tatsächlich eine Rückkehr auf aktuellen Konsolen feiern, wird es ein runderneuertes Erlebnis sein müssen. Die bloße Portierung einer veralteten Mechanik würde dem heutigen Standard und den Erwartungen der Spieler nicht mehr gerecht werden. Middlers zusätzliche Verwunderung darüber, dass Microsoft nach der Übernahme von Bethesda nicht umgehend ein Fallout 5 in die Wege geleitet hat, gießt weiteres Öl ins Feuer der Spekulationen.
Womöglich will man das Feld erst mit einer meisterhaft restaurierten Version von Fallout 3 neu bestellen, bevor man das nächste, große Kapitel der Saga aufschlägt. Bis zu einer offiziellen Ankündigung aus dem Hause Bethesda bleibt uns nur das, was das Ödland am besten kann: abwarten, überleben und auf die nächste Botschaft aus der Kammer hoffen.

