PS6-Handheld soll Xbox Series S überholen und Nintendo Switch 2 bei der Bildqualität übertrumpfen
Sony arbeitet nicht nur an der nächsten stationären Konsole – die PlayStation 6 soll einem hartnäckigen Gerücht zufolge auch ein Handheld-Gerät im Schlepptau haben. Und während die meisten Spekulationen bislang auf die Heimkonsole abzielten, rückt nun die tragbare Variante in den Fokus. Was ein bekannter Insider über die Leistungsfähigkeit des Geräts verraten haben soll, klingt für viele nach einer kleinen Sensation.
Stärker als Xbox Series S, schärfer als Nintendo Switch 2
Der Insider KeplerL2 äußerte sich in einem Beitrag auf dem NeoGAF-Forum zu den mutmaßlichen Leistungsdaten des PS6-Handhelds. Demnach soll die Grafikeinheit des Geräts die Xbox Series S in der klassischen Rasterisierungsleistung „leicht übertreffen“ – bei Raytracing und Pathtracing falle das Ergebnis sogar noch deutlicher aus, der Abstand sei dort „massiv“. Gegenüber der Nintendo Switch 2 punktet das Sony-Handheld laut dem Insider vor allem bei der Bildqualität: Durch den Einsatz von FSR 5 und PSSR 3 soll die Hochskalierungstechnologie des Geräts besser abschneiden als das von der Switch 2 genutzte DLSS 2 – ja sogar besser als das aktuelle DLSS 4.5. Das wäre, wenn es sich bewahrheitet, ein bemerkenswerter Vorsprung für ein Handheld-Gerät.
Was unter der Haube steckt – bekannte Spezifikationen
Bereits zuvor durchgesickerte technische Details zeichnen ein recht konkretes Bild des Geräts. Der Chip soll auf einem einzelnen Die im 3-nm-Verfahren gefertigt werden und vier Zen-6c-Kerne für Spielanwendungen sowie zwei energieeffiziente Zen-6-LP-Kerne für Systemaufgaben umfassen. Die Grafikverarbeitung übernehmen 16 RDNA-5-Recheneinheiten. Der Arbeitsspeicher soll 24 GB betragen und über einen 192-Bit-breiten LPDDR5X-Bus angebunden sein. Auf dem Papier klingt das nach einer ernstzunehmenden Hardware, die weit über das hinausgeht, was bisherige Handheld-Konsolen leisten konnten.
Der Energiesparmodus als trojanisches Pferd
Besonders aufschlussreich ist dabei ein weiteres Detail, das aus Entwicklerkreisen nach außen gedrungen sein soll: Sony soll aktiv darauf hinarbeiten, dass Entwickler ihre PS5-Spiele mit dem sogenannten Low-Power-Modus kompatibel machen – einem Betriebsmodus, der niedrigere Auflösungen bei stabilen 60 Bildern pro Sekunde anstrebt. Ein namentlich nicht genannter Entwickler soll diese Strategie als „trojanisches Pferd“ bezeichnet haben, um die Spielebibliothek für das kommende Handheld vorzubereiten. Noch bezeichnender: Sony soll alle PS5-Entwicklungskits auf Version 1.0 zurückgepatcht haben, um den Energiesparmodus zu unterstützen – ein Schritt, den das Unternehmen selbst für die PS5 Pro nie vollzogen hat. Das sendet ein klares Signal über die Prioritäten des Konzerns.
Ein Gerät, das die Handheld-Landschaft neu definieren könnte
Sollten sich die Gerüchte als zutreffend erweisen, stünde der Handheld-Markt vor einer grundlegenden Verschiebung. Die Nintendo Switch 2 gilt derzeit als Maßstab für tragbare Konsolen – ein Sony-Gerät auf diesem oder höherem Leistungsniveau würde diesen Maßstab erheblich verschieben. Bisher ist allerdings weder ein offizieller Name noch ein Erscheinungsdatum des PS6-Handhelds bestätigt. Berichte deuten auf einen Marktstart in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts hin, parallel zur stationären PS6.


