MindsEye plant Blacklist-Update – CEO will mutmaßliche Saboteure öffentlich benennen
MindsEye hatte keinen einfachen Start – und der nächste Schritt von Entwickler Build A Rocket Boy dürfte die Diskussionen rund um das Spiel kaum beruhigen. CEO Mark Gerhard hat angekündigt, ein Update namens „Blacklist“ zu veröffentlichen, das in der Spielwelt Redrock eine ganz besondere Rolle spielen soll: Die mutmaßlichen Saboteure, die angeblich für den desaströsen Launch verantwortlich sind, sollen darin namentlich angeprangert werden. Eine Entscheidung, die für reichlich Gesprächsstoff sorgt.
Sabotage, Behörden und handfeste Beweise – Gerhards Vorwürfe im Detail
In einem Interview bezeichnete Gerhard die Situation mit bemerkenswerter Bestimmtheit: Man habe „sehr starke Beweise“ gesammelt und in den Monaten seit dem Launch „gründliche Untersuchungen“ durchgeführt. Die identifizierten Parteien seien mittlerweile sowohl britischen als auch US-amerikanischen Behörden gemeldet worden, die aktiv in den Fall involviert seien. „Wir werden den natürlichen Lauf der Justiz seinen Weg nehmen lassen“, erklärte Gerhard und fügte hinzu, man werde sich in dieser Hinsicht vorerst nicht weiter äußern. Konkrete Namen oder belastbare öffentliche Belege blieben damit abermals aus – was die Skepsis in Spielerkreisen kaum zu dämpfen vermag.
Ein Update, das mehr Fragen aufwirft als es beantwortet
Das geplante Blacklist-Update soll eine neue Mission in der Spielumgebung Redrock enthalten, die laut Gerhard einen Teil der angeblichen Sabotage-Beweise enthüllen wird. Der Gedanke, reale juristische und unternehmensinterne Auseinandersetzungen als spielinhalte aufzubereiten, ist gewagt – und birgt erhebliches Konfliktpotenzial. Ob dieser Ansatz dem Spiel tatsächlich neues Leben einhaucht oder es erneut in den Schlagzeilen landen lässt, diesmal aus den falschen Gründen, bleibt fraglich. MindsEye kämpft seit seinem Launch mit einem schwachen Ruf, und ein Update, das primär auf Schuldzuweisung setzt statt auf spielerische Stärken, dürfte die Fangemeinde kaum vergrößern.
Ein missglückter Launch – und ein zweifelhafter Lösungsansatz
MindsEye gilt im Rückblick als eines der enttäuschendsten Debüts des vergangenen Jahres. Das ehrgeizige Projekt von Build A Rocket Boy, einem Studio, das unter anderem von ehemaligen Entwicklern der GTA-Reihe mitgegründet wurde, konnte weder Kritiker noch Publikum überzeugen. Gerhard selbst bezeichnete den Launch in einem anderen Zusammenhang als „den schlechtesten Launch der Geschichte“ – ein Eingeständnis, das so deutlich ist, dass man es kaum hätte selbst formulieren können. Ob das Blacklist-Update die Wende bringt oder das Kapitel eines gescheiterten Starts lediglich um ein weiteres kontroverses Kapitel erweitert, ist zum jetzigen Zeitpunkt offen. Ein konkretes Erscheinungsdatum für das Update steht bislang nicht fest.


