Evonik trotzt widrigem Marktumfeld mit neuer Dividendenstrategie

Evonik, der renommierte Spezialchemiekonzern, hat entschieden, seine Dividendenpolitik anzupassen, um den aktuellen Herausforderungen im Geschäftsumfeld gerecht zu werden. Für das Jahr 2025 werden den Aktionären zunächst 1,00 Euro pro Aktie in Aussicht gestellt. In den darauf folgenden Jahren soll die Ausschüttung dann zwischen 40 und 60 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses betragen. Diese Ankündigung bietet Aktionären auf Grundlage des gegenwärtigen Kurses eine attraktive Dividendenrendite von etwa sieben Prozent.
Am Donnerstagvormittag zeigte die bereits stark beeinträchtigte Aktie von Evonik erfreuliche Anzeichen einer Erholung und verzeichnete ein Kursplus von rund drei Prozent. "Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen angemessener Dividendenpolitik und der Notwendigkeit, in zukunftsweisende Projekte zu investieren und Schulden abzubauen, ist unerlässlich", erklärte Evonik-CEO Christian Kullmann zur neuen Strategie.
Die Herausforderungen der Chemiebranche sind enorm. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben angespannt, die Konkurrenz aus China wächst und hohe Strompreise in Deutschland sind weiterhin eine Belastung. Evonik verzeichnete 2025 einen Umsatzrückgang um sieben Prozent auf 14,1 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) sank in diesem Zeitraum um neun Prozent auf 1,87 Milliarden Euro. Für 2026 plant Kullmann ein Ergebnis zwischen 1,7 und 2,0 Milliarden Euro, während Analysten durchschnittlich mit etwa 1,8 Milliarden Euro rechnen.

