Eurozone zeigt unerwartetes Wachstum im vierten Quartal
Die Volkswirtschaft der Eurozone hat zum Jahresende 2022 überraschend leicht zugelegt. Laut neuesten Angaben von Eurostat konnte im vierten Quartal eine Zunahme der Wirtschaftsleistung um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal verzeichnet werden. Diese Revision hebt die erste Schätzung an, die von einer Stagnation ausging. Entgegen der Prognosen vieler Analysten, die eine Bestätigung der ursprünglich gemeldeten Daten erwartet hatten, zeichnete sich damit doch ein leichter Aufschwung ab. Im dritten Quartal hatte die Wirtschaft im gemeinsamen Währungsraum noch ein stärkeres Wachstum von 0,4 Prozent verzeichnet.
Dennoch offenbart der detaillierte Blick auf die Mitgliedstaaten ein uneinheitliches Bild. Spanien zeigt sich als Lichtblick mit einem robusten Wachstum von 0,8 Prozent im Vergleich zum vorangegangenen Quartal. Im Kontrast dazu mussten die beiden wirtschaftlichen Schwergewichte der Region, Deutschland und Frankreich, Rückschritte verbuchen: Die deutsche Wirtschaft schrumpfte um 0,2 Prozent, während Frankreich ein Minus von 0,1 Prozent hinnehmen musste. Italien hingegen verharrte in der Stagnation.
Irland stellt in diesem Kontext einen besonderen Fall dar - hier sank die Wirtschaftsleistung um 1,3 Prozent, ein deutlicher Rückgang nach dem außergewöhnlichen Anstieg von 3,5 Prozent im Quartal zuvor. Diese Entwicklung unterstreicht die Disparitäten innerhalb der Eurozone, wirft aber gleichzeitig auch Fragen zur künftigen wirtschaftlichen Dynamik auf.

