Europas Börsen verhalten: US-Berichtssaison und Inflationsdaten im Fokus
Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag trotz des Beginns der US-Berichtssaison keine einheitliche Richtung eingeschlagen. Während der EuroStoxx 50 am Handelstag einen leichten Anstieg von 0,22 Prozent auf 6.029,83 Punkte verbuchte, verzeichnete der britische Leitindex FTSE 100 einen minimalen Rückgang von 0,03 Prozent auf 10.137,35 Zähler. Auch der Schweizer SMI schloss im Minus mit einem Abschlag von 0,44 Prozent bei 13.368,38 Punkten.
Die aktuellen US-Inflationsdaten hatten lediglich kurzfristig eine unterstützende Wirkung auf die Märkte. Hierbei stiegen die Verbraucherpreise im Dezember um prognostizierte 2,7 Prozent, während die Kerninflation unverändert bei 2,6 Prozent lag. Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, sieht hierin bislang keine signifikanten Auswirkungen durch die US-Zollpolitik. Sollte dieser Trend anhalten, könnte die US-Notenbank Fed den Weg für weitere Zinssenkungen frei haben.
Analyst Timo Emden von Emden Research bemerkte, dass der Markt weiterhin im Modus der Risikoverdrängung operiert. Die Hoffnung auf eine zurückhaltende Geldpolitik überlagere derzeit geopolitische Risiken, was der laufenden Neujahrsrallye kurzfristig Auftrieb verleihen könnte.

