Europas Börsen im Aufwind – Nestle und Nordea als Erfolgstreiber
Die europäischen Börsen verzeichneten am Donnerstag einen merklichen Aufschwung, angeführt vom EuroStoxx 50, der um 0,39 Prozent auf 5.627,09 Punkte zulegte. Auch der Schweizer SMI konnte mit einem Plus von 1,53 Prozent überzeugen und erreichte 12.721,12 Punkte. Die kräftige Performance von Nestle trug maßgeblich zu diesem Anstieg bei. Im Gegensatz dazu blieb der britische FTSE 100 weitgehend stabil.
In einer Handelswoche, die von der Berichtssaison und politischen Entwicklungen in Frankreich geprägt war, blieb der Markt weitgehend unaufgeregt. Die französische Regierung unter Premierminister Sébastien Lecornu überstand einen Misstrauensantrag der Opposition ohne eine Mehrheitsentscheidung. Eine Niederlage bei der noch anstehenden Abstimmung über einen Antrag der Rechtsnationalen gilt als unwahrscheinlich.
Nestle beeindruckte die Anleger mit einer beschleunigten Wachstumsrate im dritten Quartal, was die Aktien des Konzerns um 8,5 Prozent steigen ließ. Der größte Nahrungsmittelproduzent weltweit setzt auf Kostensenkungen, darunter ein angekündigter Stellenabbau von 16.000 Arbeitsplätzen binnen zwei Jahren, um die Jahresziele zu erreichen.
Auch Pernod Ricard trug mit soliden Quartalszahlen zur Aufwärtsbewegung im Nahrungs- und Genussmittelsektor bei und erzielte einen Kurszuwachs von über zwei Prozent. ABB, ein weiterer Schweizer Großkonzern, meldete im dritten Quartal gesteigerte Umsätze und Gewinne sowie eine positive Anpassung der Margenprognose, konnte jedoch nur einen leichten Kursanstieg verzeichnen, nachdem der Aktienkurs seit April bereits stark gestiegen war.
Ein Höhenflug im skandinavischen Bankensektor wurde bei Nordea verzeichnet, deren Aktien um 2,8 Prozent auf ein neues Hoch kletterten. Starke Quartalsergebnisse und ein positiver Kostenausblick überzeugten die Analysten.
Unter den kleineren Titeln hob sich DocMorris mit einem Kursplus von 4,5 Prozent hervor. Fortschritte im E-Rezept-Geschäft und positive Impulse aus der Telemedizin fanden besonders bei Analysten Anerkennung.

