Europas anspruchsvolle Wasserstoffpolitik sorgt für Staunen unter Lieferanten
Europas Herangehensweise an grünen Wasserstoff sorgt weltweit für Stirnrunzeln unter potenziellen Lieferanten. Die strengen Kriterien der EU, die ausschließlich grünen Wasserstoff akzeptiert, wenn dieser mit Strom aus speziell errichteten Wind- oder Solaranlagen und in zeitlicher Nähe zur Stromproduktion hergestellt wird, stoßen auf Unverständnis. Diese Vorgaben führen zu geringerem Kapazitätsausbau und steigenden Produktionskosten, sodass viele Wasserstoffproduzenten weltweit abwinken.
Die EU steht damit vor einem Paradoxon: Während sie auf Nachhaltigkeit besteht, ähnelt ihre Vorgehensweise einem suchtähnlichen Verhalten, das nur auf den reinsten Stoff besteht. In der Praxis bedeutet dies jedoch, dass Europa auf Ressourcen aus Ländern angewiesen sein wird, die nicht immer den gleichen Respekt für Demokratie, Klimaschutz und Menschenrechte aufweisen. Europa muss sich der Tatsache stellen, dass ein wesentlicher Anteil der notwendigen Ressourcen nicht aus lupenreinen Demokratien stammen wird, und gleichzeitig lernen, mit dieser geopolitischen Realität umzugehen.

