Europäische Initiative für den Dialog mit Russland: Macron drängt auf Gespräche
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat bekräftigt, dass Europa eine zentrale Rolle bei der Wiederaufnahme des Dialogs mit Russland einnehmen sollte, um eine Lösung im Ukraine-Konflikt zu finden. In einem Interview mit mehreren europäischen Zeitungen, darunter die 'Süddeutsche Zeitung' und 'Le Monde', betonte Macron, dass Europa die Diskussionen mit Russland nicht den USA überlassen könne. Die Wiederaufnahme des Dialogs sei entscheidend, da ein zukünftiger Frieden auch Europa direkt betreffen werde. Er hob hervor, dass technische Gesprächskanäle wiederhergestellt wurden und ein strukturierter europäischer Ansatz benötigt werde, um den Dialog effizient zu führen.
Der Kreml zeigt sich für einen Dialog mit Frankreich auf höchster Ebene offen. Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte gegenüber der russischen Nachrichtenagentur Interfax, dass es bereits Kontakte gegeben habe, die bei Bedarf den Dialog zwischen den Präsidenten Emmanuel Macron und Wladimir Putin wieder aufnehmen könnten. Peskow kritisierte, dass eine Reduktion der Beziehungen auf den Nullpunkt für alle Seiten nachteilig sei. Zudem betonte er, dass Russland nicht die Kontakte abgebrochen habe, sondern die EU-Staaten. Macrons außenpolitischer Berater Emmanuel Bonne war kürzlich in Moskau, um Gespräche auf technischer Ebene zu führen.
Der Kreml äußerte sich auch zur Fortsetzung der Ukraine-Verhandlungen. Ein Datum für neue trilaterale Gespräche, diesmal möglicherweise unter europäischer Beteiligung, steht jedoch noch nicht fest. Außenminister Sergej Lawrow wies darauf hin, dass die Verhandlungen noch einen langen Weg vor sich hätten. Russland hatte in der Vergangenheit immer wieder die Neutralität der EU-Staaten in Zweifel gezogen, da diese die Ukraine militärisch unterstützen.

