Europa-Iran-Spannung: Wadephul weist iransche Vorwürfe als 'haltlos' zurück
Außenminister Johann Wadephul hat die jüngsten Vorwürfe aus dem Iran entschieden zurückgewiesen. Diese hatten europäische Armeen als terroristische Organisationen bezeichnet. Wadephul sprach in diesem Zusammenhang von 'haltlosen und propagandistischen' Anschuldigungen seitens des Irans und betonte klar: 'Wir lassen uns in unserer Haltung nicht einschüchtern.' Dies äußerte er vor seiner Abreise zu einer Reise in die Südostasien- und Pazifik-Region.
Hintergrund dieser diplomatischen Spannungen ist die Entscheidung der Europäischen Union, die iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation einzustufen. Diese Entscheidung der EU löste im Iran eine Reaktion aus: Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf erklärte, fortan würden die Armeen europäischer Länder als terroristische Gruppen betrachtet.
Wadephul bleibt jedoch unbeeindruckt und sagt klar, dass diese Ankündigung nichts an der Realität ändert: 'Die iranischen Revolutionsgarden sind eine Terrororganisation.' Er lobte die EU für ihre Entscheidung und äußerte die Hoffnung auf eine schnelle konkrete Umsetzung dieser Einstufung. 'Wer friedliche Proteste blutig niederschlägt, Oppositionelle hinrichtet und Terror auch nach Europa trägt, kann Kritik nicht durch politische Ablenkungsmanöver entkräften', so der CDU-Politiker. Gleichzeitig versicherte er den Bürgern im Iran, die nach einem besseren und freieren Leben streben, die politische Unterstützung Europas.
Parallel zur Zuspitzung dieser Spannungen richtet Wadephul seinen Blick auf den Indopazifik. Dort will er während seiner bevorstehenden Reise neue Partnerschaften schmieden und bestehende Allianzen angesichts der Entwicklungen in den USA und China stärken. Die Region sei von zentraler Bedeutung für Europa und die Bundesregierung, betonte der Außenminister. In einer Zeit, in der die regelbasierte internationale Ordnung zunehmend unter Druck gerät, erachtet er diese globalen Partnerschaften als wichtiger denn je.

