Euro trotzt Konjunktursorgen und verharrt stabil
Der Euro zeigte sich am Mittwoch erstaunlich unbeeindruckt von den trüben Wirtschaftsprognosen aus Deutschland und verharrte nahezu unverändert bei 1,1745 US-Dollar. Nachdem der Kurs in den Morgenstunden kurzzeitig die Marke von 1,17 Dollar ins Visier genommen hatte, stabilisierte sich die europäische Gemeinschaftswährung bis zum Abend.
Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1722 US-Dollar fest, ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vortag. Dies bedeutete, dass der Dollar 0,8530 Euro kostete, nach 0,8491 Euro am Vortag.
Trotz schwacher Konjunkturdaten aus Deutschland, die erneut das Ifo-Geschäftsklima durch den trüben Dezember drücken ließen, blieb der Euro stabil. Der DekaBank-Chefvolkswirt Ulrich Kater beschrieb die Stimmung in der deutschen Industrie als 'regelrecht vergiftet', selbst angesichts steigender Auftragseingänge im Rüstungssektor.
Doch der Markt blieb unbeeindruckt, da eine kurzfristige Änderung der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank nicht erwartet wird. Ulrich Wortberg von der Landesbank Baden-Württemberg betonte, dass die EZB weiterhin die konjunkturelle Entwicklung beobachten werde, von einer Anpassung ihrer abwartenden Haltung jedoch absehen dürfte.

