Euro legt im Angesicht neuer US-Zollmaßnahmen zu
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigt Resilienz, denn im frühen Handel am Donnerstag konnte der Euro seinen Wert leicht steigern. Nachdem US-Präsident Donald Trump über Nacht weitere Zollmaßnahmen angekündigt hatte, notierte der Euro am Morgen bei 1,1743 US-Dollar. Die Handelsmärkte weltweit behalten aufmerksam die US-Politik im Blick, die sich mit wachsender Intensität auf die globalen Wechselkurse auswirkt.
Trump kündigte hierbei einen drastischen Anstieg der Zölle auf brasilianische Importe an, was den brasilianischen Real unter Druck setzte. Zusätzlich soll ab dem 1. August ein 50-prozentiger Zoll auf Kupferimporte erhoben werden. Diese Maßnahmen setzen den Dollar weiter unter Abwertungsdruck, ein Phänomen, das seit dem Beginn von Trumps zweiter Amtszeit spürbar ist. Der Euro konnte seitdem eine Wertsteigerung von rund 14 Prozent gegenüber der US-amerikanischen Währung verzeichnen.
Obwohl am Donnerstag keine bedeutenden makroökonomischen Veröffentlichungen erwartet wurden, legen Marktexperten den Fokus auf die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA. Diese Daten könnten wertvolle Einblicke in die Beschäftigungstrends und die wirtschaftliche Erholung des laufenden Monats liefern, wie die Helaba in ihrem Morgenkommentar anmerkt.

