EU-Kommission deutet Rückkehr zu Verbrennungsmotoren an

Ein Hoffnungsschimmer für Autofans der alten Schule: Die EU-Kommission plant eine entscheidende Anpassung ihrer umstrittenen Klimaziele für die Automobilbranche. CSU-Chef Markus Söder begrüßt die Rücknahme des vollständigen Verbrenner-Verbots zwar als positives Signal, sieht jedoch noch Raum für weitere Schritte. Schließlich sei ein Anteil von zehn Prozent Verbrennern in Neuwagen nicht ausreichend, so der bayerische Ministerpräsident. Die Brüsseler Behörden schlagen vor, die Einführung von Neuwagen mit Verbrennungsmotoren auch nach 2035 zu erlauben, eine überraschende Wendung, die derzeit auf Zustimmung aus Kommissionskreisen stößt. Der Vorschlag bedarf noch der formellen Annahme durch das Kollegium der EU-Kommissare. Manfred Weber, Fraktionschef der EVP und stellvertretender Vorsitzender der CSU, erläutert, dass künftig eine Reduktion der CO2-Emissionen um 90 Prozent statt der angestrebten 100 Prozent für Neuwagenflotten verpflichtend sein soll. Die Stimmen aus Bayern heben die Bedeutung der deutschen Position für die Neuausrichtung der EU hervor. Unterdessen erinnert Söder daran, dass das Europäische Parlament den Vorschlag noch erheblich schärfer ausgestalten könnte. Nichtsdestotrotz ist die Bewegung der EU in diese Richtung ein Erfolg, der maßgeblich dem bayerischen Einfluss zugeschrieben wird. Die schwarz-rote Bundesregierung hatte sich nach intensiven Gesprächen auf eine solche Linie geeinigt und zeigt damit die Wichtigkeit von Kompromissen beim Übergang zu umweltfreundlicher Mobilität.

