EU-Entscheidung zum Verbrennerverbot: Kontroverse entbrannt
Die Grünen zeigen sich alarmiert angesichts Bestrebungen der EU, das geplante Verbot für Neufahrzeuge mit Verbrennungsmotor aufzuweichen. Katharina Dröge, Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, äußerte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur scharfe Kritik an der Bundesregierung, welche maßgeblich hinter dieser Entwicklung stehen soll.
CDU und SPD werden von Dröge beschuldigt, eine der umweltschädlichsten Entscheidungen der letzten Jahre zu treffen, die zusätzlich wirtschaftliche Unsicherheiten mit sich bringe. Dröge betonte die weitreichenden Konsequenzen für das Klima und die Automobilbranche gleichermaßen. Die drohende Klimakrise werde uns alle belasten, so ihre Warnung. Besonders die Arbeitnehmer in der Automobilindustrie könnten von der Unsicherheit betroffen sein.
Gleichzeitig sehe sie im elektrischen Antrieb die unaufhaltsame Zukunft der Mobilität. Europa habe die Möglichkeit, im Wettlauf um die Elektromobilität an Boden zu gewinnen, aber diese Gelegenheit werde bei einer Fortführung der aktuellen Politik leichtfertig verspielt.
Die Einigung der EU-Vertreter und des Europaparlaments im Jahr 2022 sah ursprünglich vor, dass ab 2035 sämtliche Neuwagen in der EU keine CO2-Emissionen mehr ausstoßen dürfen. Diese ambitionierte Zielsetzung steht nun in der Diskussion. Aus nicht näher bezifferten Kreisen der Kommission erfuhr man, dass an einer Kompensation der ausgestoßenen Klimagase gearbeitet wird. Geplante Ausnahmen sollen für Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit Range-Extendern gelten, die mit kleinen Verbrennungsmotoren die Reichweite erhöhen. Noch ungeklärt bleibt, ob auch Benzin- und Dieselautos von diesen Ausnahmen profitieren könnten.

