Erneuter Stillstand bei US-Staatsanleihen: Konjunkturdaten bremsen Zinshoffnungen
Die jüngsten Entwicklungen bei US-Staatsanleihen zeigen nach zwei aufeinanderfolgenden Tagen mit Kursgewinnen nun eine nahezu stagnierende Tendenz. Der Terminkontrakt für zehnjährige Papiere, auch bekannt als T-Note-Future, verzeichnete am Donnerstag lediglich einen leichten Anstieg von 0,04 Prozent, der ihn auf 112,45 Punkte führte. Zeitgleich stagnierte die Rendite dieser Anleihen bei 4,22 Prozent.
Im Vorfeld hatten Spekulationen über mögliche Zinssenkungen der Federal Reserve die Kurse der Anleihen begünstigt. Diese Erwartungen wurden durch eine kürzliche Rede von Fed-Chef Jerome Powell genährt, in der er die Möglichkeit von Leitzinssenkungen andeutete und auf schwache Arbeitsmarktzahlen verwies.
Allerdings wurden diese Zinshoffnungen nun durch erfreuliche Konjunkturdaten gedämpft. Insbesondere die Anzahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zeigte eine positive Entwicklung. Zudem übertraf das Wirtschaftswachstum im Frühjahr die Erwartungen, gefördert von steigenden Investitionen der Unternehmen. Ein Highlight dieser Entwicklung ist laut Paul Ashworth von Capital Economics der aufkommende Boom bei Technologieinvestitionen, der insbesondere durch den zunehmenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz gespeist wird.

