Staatsanwaltschaft Itzehoe

Ermittlungen nach Anzeige von Fernandes wieder aufgenommen

27. März 2026, 17:04 Uhr · Quelle: dpa
Collien Fernandes
Foto: Marcus Brandt/dpa
Die Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes.
Im November 2024 stellt Collien Fernandes eine Strafanzeige gegen Unbekannt. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft werden zunächst eingestellt. Nun kommt Bewegung in das Verfahren.

Berlin/Itzehoe (dpa) - Nach einer Strafanzeige von Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes hat die Staatsanwaltschaft Itzehoe in Schleswig-Holstein die Ermittlungen wieder aufgenommen. Nach einem «Spiegel»-Bericht, in dem Fernandes schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Partner, den Schauspieler Christian Ulmen, erhoben hatte, seien die Ermittlungen in dem eingestellten Verfahren wieder aufgenommen worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Die Auswertung der Berichterstattung habe zur «Bejahung eines Anfangsverdachts» gegen Ulmen geführt, hieß es. Die Ermittlungen richteten sich «nunmehr gegen die benannte Person».

Vorwurf der Nachstellung

Das Verfahren beziehe sich auf den Vorwurf der Nachstellung. Inwieweit weitere Straftatbestände in Betracht kommen, werde geprüft. Auf eine dpa-Anfrage gab es zunächst keine Stellungnahme vonseiten Ulmens Anwalt Christian Schertz.

Wie die Staatsanwaltschaft weiter mitteilte, sieht das Strafgesetzbuch bei Nachstellung im Falle einer Verurteilung eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe vor.

Anzeige im November 2024 gestellt

Nach Angaben der Itzehoer Staatsanwaltschaft hatte die Geschädigte im November 2024 bei der Polizei in Berlin Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Eine ihr unbekannte Person solle unberechtigt Fake-Accounts erstellt und betrieben haben, hieß es in der Pressemitteilung. Die Staatsanwaltschaft Itzehoe hatte das Verfahren übernommen, «weil die angezeigte Handlung wohl innerhalb unseres Zuständigkeitsbereiches durch die Anzeigende zur Kenntnis genommen worden ist», hatte Oberstaatsanwalt Peter Müller-Rakow zuvor gesagt.

Sie sei darum gebeten worden, für die Ermittlungen relevante Unterlagen zu übersenden. Da sie der Bitte nicht nachgekommen sei und somit Ermittlungsansätze zur Identifizierung des Täters gefehlt hätten, sei das Verfahren durch die Staatsanwaltschaft Itzehoe eingestellt worden. Fernandes hatte im «Tagesspiegel» dieser Darstellung widersprochen.

Das sind die Hintergründe

Die Schauspielerin hatte in dem «Spiegel»-Bericht schwere Vorwürfe gegen Ulmen erhoben. Sie hat auf Mallorca Anzeige erstattet, wie eine Justizsprecherin auf der spanischen Mittelmeerinsel der Nachrichtenagentur dpa bestätigte. Das Verfahren befinde sich noch in einem sehr frühen und vertraulichen Stadium, sagte sie am 19. März.

Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Sein Anwalt Christian Schertz kündigte rechtliche Schritte gegen die Berichterstattung an, bei der es sich «in großen Teilen um eine unzulässige Verdachtsberichterstattung» handle. Zudem würden «unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet».

Nach Bekanntwerden der Vorwürfe gab es bundesweit eine große Diskussion über digitale und sexualisierte Gewalt gegen Frauen - und breite Medienberichterstattung darüber. Tausende Menschen zog es bei Demonstrationen auf die Straße, etwa in Hamburg für mehr Schutz für Opfer sexualisierter Gewalt.

Justiz / Kriminalität / Internet / Schleswig-Holstein / Deutschland
27.03.2026 · 17:04 Uhr
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