12 Tage im Minus: Signalisieren Bitcoin-ETFs einen tieferen Preiseinbruch?

Die führende Kryptowährung Bitcoin befindet sich derzeit in einem klaren Abwärtstrend, wobei der Preis deutlich unter die Marke von $70.000 gefallen ist.
Einige Analysten und bekannte Finanzexperten sind der Meinung, dass der Tiefpunkt in diesem Zyklus noch nicht erreicht ist. Das nachlassende institutionelle Interesse an der Kryptowährung verstärkt die Befürchtungen eines größeren Ausverkaufs.
Rote Tage für die ETFs
Vor wenigen Stunden fiel der Bitcoin-Kurs auf fast $65.000, den niedrigsten Stand seit März dieses Jahres. Analyst Ali Martinez hatte kürzlich prognostiziert, dass ein Unterschreiten der Spanne von $71.300 bis $73.000 zu einem solchen Rückgang führen könnte, während der X-Nutzer Ted einen noch tieferen Einbruch auf bis zu $55.000 voraussah.
Auch Peter Schiff, ein bekannter Kritiker von Kryptowährungen und Befürworter von Gold, warnte vor einem möglichen Einbruch auf $20.000, sollte Bitcoin die Marke von $50.000 durchbrechen. Seiner Ansicht nach würde ein solcher Zusammenbruch das Vertrauen der langfristigen HODLer erschüttern und sie dazu bringen, „das Handtuch zu werfen“.
Die jüngsten Nettoabflüsse bei Spot-Bitcoin-ETFs sind ein Warnsignal dafür, dass sich die Bedingungen für die führende Kryptowährung in naher Zukunft verschlechtern könnten. In den letzten 12 Tagen haben die Abflüsse die Zuflüsse übertroffen, was darauf hindeutet, dass institutionelle Investoren (wie Pensionsfonds und Hedgefonds) ihre Exponierung gegenüber dem Vermögenswert reduziert haben.
Dies hat dazu geführt, dass ETF-Emittenten wie BlackRock und Fidelity echte Bitcoins verkauft haben, was zusätzlichen Abwärtsdruck auf einen bereits fragilen Markt ausübt. Es ist wichtig zu beachten, dass Spot-Bitcoin-ETFs seit ihrer Einführung nicht 12 aufeinanderfolgende rote Tage erlebt haben.
Ein weiterer besorgniserregender Faktor ist die steigende Menge an Bitcoin, die auf zentralisierten Börsen gelagert wird. Derzeit befinden sich mehr als 2,72 Millionen Coins auf solchen Handelsplattformen, der höchste Stand seit März. Diese Entwicklung garantiert zwar keinen weiteren Preisverfall, erhöht jedoch den Verkaufsdruck.
Ist der Tiefpunkt nahe?
Ein weiterer populärer X-Nutzer, bee, äußerte sich ebenfalls zu diesem Thema. Er glaubt, dass sich Bitcoin in der Endphase des Bärenzyklus befindet, was jedoch einen weiteren Rückgang nicht ausschließt. Der Analyst prognostizierte einen Einbruch auf $47.000 bis $51.000 bis Oktober dieses Jahres, nach dem die Bullen voraussichtlich die Kontrolle zurückgewinnen werden.
Max Crypto bemerkte, dass der Relative Strength Index (RSI) von Bitcoin unter 30 gefallen ist, was historisch gesehen von einem Tiefpunkt und einem anschließenden Anstieg um fast 40% gefolgt wurde.

